Wie auch in den vergangenen Jahren war es für unser Team in Frankfurt auch in diesem Jahr eine besondere Freude, die Ideen und Potenziale von MathCityMap auf der kürzlich durchgeführten Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik vorzustellen.

Die GDM Jahrestagung bietet als größte Konferenz für Didaktik der Mathematik im deutschsprachigen Raum nicht nur die Möglichkeit für uns die aktuelle Forschung zu MathCityMap und der Idee von appgestützten mathematischen Wanderpfaden mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu diskutieren und neue Ideen für die Weiterentwicklung des Systems MathCityMap zu generieren. Ebenso konnten wir hier mit einem Lehrkräfteworkshop zu MathCityMap und einem Informationsstand auf dem Konferenzgelände gezielt die Begeisterung und das Verständnis, für das Konzept Mathematik draußen erlebbar und erlenbar zu machen, weitertragen.

Wir konnten wieder einige neue Impulse für unsere Arbeit gewinnen und freuen uns schon auf das Erscheinen der vielen Beiträge zu MathCityMap im Tagungsband der GDM, die wir für Sie natürlich auch auf dieser Website verlinken werden.

 

Wir befinden uns zur „Besichtigung“ des Trails des Monats September erneut in einer europäischen Hauptstadt. Der Trail „Mathematik im Freien“ befindet sich in der zum Staat namensgleichen Stadt Luxemburg. Erstellt wurde dieser mathematische Spaziergang von Claude Reuter im Rahmen der Initiative „Mir gi raus“ des SCRIPT, einer Koordinationsstelle für pädagogische und technologische Forschung und Innovation.

Der Trail, besteht aus insgesamt 11 Aufgaben zu den verschiedensten Themenfeldern wie Geometrie, Stochastik und Arithmetik und befindet sich im zentralen Stadtteil Clausen direkt am Fluss Alzette. Abrufbar ist der Trail in der MCM-App unter dem Code 4710757 und im Webportal von MathCityMap hier.

Claude Reuter beschreibt im folgenden Interview seine Erfahrung und Arbeit mit MathCityMap. Viel Spaß beim Lesen!

 

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen?

Bei einer Internetrecherche zu Applikationen, die bei der Erstellung von GPS-basierten Trails helfen, bin ich auf MathCityMap aufmerksam geworden.

 

Bitte beschreiben Sie Ihren Trail?

Der MathTrail ist als Beispiel Trail gedacht. Er soll Lehrpersonen aufzeigen, wie mit einfachen Mitteln Mathematik im nahen Umfeld der Schule (in diesem Falle der Schulhof) auf spielerische Art und Weise erlebt werden kann. Mathematik ist überall und sollte daher nicht nur im Klassenraum behandelt werden.

 

Wie nutzen Sie MCM und warum?

MCM soll helfen Mathematik zu erleben. Obwohl Mathematik eine exakte Wissenschaft ist, so arbeiten wir im Alltag oft mit Schätzungen. Mit MCM können mathematische Inhalte mit dem realen Kontext in Verbindung gebracht werden.

 

Beschreiben Sie Ihre Lieblingsaufgabe auf dem Trail. Wie kann sie gelöst werden?

Die Lieblingsaufgabe aus dem Trail ist die Aufgabe zur Bestimmung der Fließgeschwindigkeit der Alzette (ein Fluss).  Bei dieser Aufgabe steht nicht das Resultat, sondern der Prozess im Vordergrund. Das Resultat kann nicht eindeutig bestimmt werden. Zum Lösen der Aufgabe müssen sich die SchülerInnen mögliche Vorgehensweisen selbst überlegen und diese anschließend auf ihre Durchführbarkeit überprüfen.

 

Wir freuen uns sehr nun auch die erste MathCityMap Partnerschule in Estland begrüßen zu dürfen. Die „Saue Kool“ (Saue School) in der estnischen Stadt Saue in der Nähe von Tallin hat sich erfolgreich beworben und hat hierzu gleich sieben Trails erstellt und mit ihren Schüler*innen erprobt.

Ave Mitt, eine Mathematiklehrkraft der Saue Kool, initiierte den Bewerbungsprozess und berichtete wie folgt von seinen Erfahrungen mit MathCityMap:

Meine Erfahrungen mit Trails in Bezug auf die Erstellung sind, dass die Website sehr einfach zu bedienen ist. Ich erstelle gerne diese Art von verschiedenen Übungen, die mir die Möglichkeit geben, meine Klasse an die frische Luft zu bringen. Die Kinder erwarten, dass wir nur an der frischen Luft abhängen, aber in Wirklichkeit lernen wir Mathematik in einer anderen Umgebung. Meine Unterrichtsstunden dauern 45 Minuten, also versuche ich, die Zeit, die mir zur Verfügung steht, optimal zu nutzen. Das ist der Grund, warum ich normalerweise 5 Übungen auf einem Trail habe. Die Kinder sind positiv überrascht, dass man Mathe auch außerhalb des Klassenzimmers lernen kann. Gleichzeitig sind auch andere Lehrer sehr überrascht, dass MCM so viel positiven Einfluss auf die Schüler hat. 

Im Frühjahr habe ich MCM bei unseren Lehrkräften eingeführt. Nach den Sommerferien möchte ich für meine Schülerinnen und Schüler neue Trails erstellen, um sie zu Beginn des Schuljahres wieder nach draußen zu bringen. Hier ist eine Liste von Trails, die ich in der Vergangenheit mit meinen Schülern verwendet habe:

Code: 2611140

Code: 379549

Code: 139540

Code: 469539

Code: 089538

Code: 799537

Code: 359536

 

Das Paket mit der offiziellen Partnerschulplakette und den MCM-Messinstrumenten befindet sich bereits auf dem Weg nach Estland und wir freuen uns schon sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Voraussetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

Das Partnerschulnetzwerk von MathCityMap wird von Woche zu Woche größer und wir begrüßen bereits die sechste portugiesische Partnerschule! Die „Escola Secundária de Ponte da Barca“ in der im Norden Portugals gelegenen Gemeinde Ponte da Barca hat sich, angestoßen von der dortigen Lehrkraft Cláudia Barreto, erfolgreich beworben und das Paket mit der offiziellen Partnerschulplakette und den MCM-Messinstrumenten befindet sich bereits auf dem Weg nach Portugal.

Wie es zur Berwerbung als Partnerschule kam beschrieb für uns Cláudia Barreto im folgenden Bericht:

Jedes Jahr feiern wir an unserer Schule den „Tag der Wissenschaft“. In diesem Jahr beschloss die Mathegruppe, unsere Schülerinnen und Schüler aufzufordern, an den auf dem Schulgelände angelegten mathematischen Trails teilzunehmen. Es wurden zwei Trails erstellt: einer für Schülerinnen und Schüler der 7., 8. und 9. Klasse (Trail-Code: 579742) und der andere für die Schüler der 12. Klasse (Trail-Code: 236662).

Alle Schülerinnen und Schüler waren sehr enthusiastisch und haben sehr gut auf die Aktivität reagiert. Sie genossen vor allem die Möglichkeit, nach draußen zu gehen und die Mathematik in ihrer Umgebung zu erkunden.

Tatsächlich konnten sie die Anwendbarkeit der Inhalte, die sie täglich lernen, in einem realen und praktischen Kontext sehen. Die Möglichkeit, mit Technologie zu arbeiten, hat sie außerdem noch mehr motiviert und die Aktivität für sie viel interaktiver gemacht.“

Wir freuen uns wie immer sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Zusätzliche Informationen zum Partnerschulprogramm und zu den Voraussetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

 

 

Im August kommt der Trail des Monats aus Albstadt, einer Stadt im Süden des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. In einem Gemeinschaftsprojekt erstellten hier das Kreismedienzentrum Zollernalbkreis und das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg den Mathtrail „Traufgängerle Hexenküche in Albstadt“, der mit der MCM-App unter dem Code 459518 abrufbar und im Webportal von MathCityMap hier verfügbar ist.

Der Trail besteht aus insgesamt zwölf Aufgaben, die so konzipiert sind, dass sie alle inhaltbezogenen Kompetenzen, die es in der Grundschule zu erwerben gilt, abdecken. Während der Bearbeitung der Aufgaben kann man einen der vielen besonderen Wanderwege rund um Albstadt erleben, was diesem Trail eine ganz besondere Atmosphäre verleiht.

Silke Schick, pädagogische Mitarbeiterin im Landesmedienzentrum Baden-Württemberg und Miterstellerin des Trails gibt uns im Folgenden ein kurzes Interview zur Erstellung des Trails und ihrer Arbeit mit MathCityMap. Viel Vergnügen beim Lesen!

 

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen?

Während eines Brainstormings zu den Medienkompetenztagen der Kreismedienzentren und des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg im Juni dieses Jahres sind wir über MathCityMap gestolpert und haben diese daraufhin mit den Premiumwanderwegen der Stadt Albstadt in Verbindung gebracht.
Da Mathematiklehrkräfte im Team sind, entstand die Idee für die Schülerinnen und Schüler, während der Zeit der Medienkompetenztage einen Trail zu entwerfen, der nach draußen einlädt. Und gleichzeitig für Lehrkräfte einen Bereich zu erschaffen, den sie langfristig für mathematische Ausflüge nutzen können. Im Zuge dessen haben wir eine Fortbildung für Lehrkräfte entwickelt, um das Portal vorzustellen.

 

Wo liegt Ihr Trail? Was ist das Besondere an Ihrem Trail?

Als Medienzentrenverbund ist es uns besonders wichtig, dass der Trail von möglichst vielen Menschen jeden Alters genutzt werden kann. Somit haben wir uns für einen Trail entschieden, der entlang eines bekannten Wanderweges speziell für Kinder liegt. Dieser führt durch ein Waldstück an einem Wildgehege vorbei, es gibt eine „Hexenküche“ zu entdecken und zum Schluss geht es auf einen Aussichtsturm einer Burganlage aus dem Mittelalter. Dieser Trail kann sowohl von Familien mit Kindern, Großeltern mit den Enkeln als auch Schulklassen der Grundschule oder Orientierungsstufe als Ausflugsziel und mathematische Entdeckungsreise genutzt werden.

 

Wie nutzen Sie MCM und warum?

Der Trail war ein Pilotprojekt, das dazu führen soll, dass wir ähnliche Projekt-Trails in ganz Baden-Württemberg zur Verfügung stellen. Die Beratenden in den Medienzentren der Landkreise werden ab dem kommenden Schuljahr 2022/2023 Lehrkräfte vor Ort schulen, wie MCM für den eigenen Schulhof oder die Stadt verwendet werden kann. Wenn Sie Interesse haben, wenden Sie sich an Ihr Medienzentrum vor Ort. Eine tolle Option, wenn gemeinsam Mathematik im Freien stattfinden soll.

 

Beschreiben Sie Ihre Lieblingsaufgabe auf dem Trail. Wie kann sie gelöst werden?

Im Team gibt es zwei Favoriten:
Bei der Aufgabe “Albstädter Stadtmusikanten” muss man alle Holztiere im Wald finden, diese ausmessen und deren Höhe addieren. Als Team muss man sich gut absprechen, wo und wie gemessen wird.
Der zweite Favorit ist die Station „Turm“. Die Aufgabe besteht darin, Treppenstufen zu zählen. Wir hatten bei der Erstellung drei Generationen dabei und am Ende drei verschiedene Lösungen. Die Herausforderung bestand für alle darin, auf dem Weg nach oben eine optimale Zähl-Strategie zu finden und durchzuhalten. Fitnesstraining gab es inklusive.

 

 

Das aktuelle Update erweitert MathCityMap um die Möglichkeit AR-Szenen einzubinden sowie in der Kommunikation über das digitale Klassenzimmer. Außerdem werden einige Bugs behoben und die Performance an einigen Stellen deutlich verbessert.

Augmented Reality (AR) in MCM-Aufgaben

Es ist nun möglich MCM-Aufgaben mit AR-Elementen zu verknüpfen. Im Rahmen des MASCE-Projekts ist ein auf die Erstellung von AR-Szenen (Marker oder GPS-basiert) spezialisiertes Portal unter dem Namen EducatAR (https://educatar.eu) entstanden. Nach einer kurzen Registrierung können dort AR-Szenen angelegt werden.

Um eine MCM-Aufgabe mit einer AR-Szene zu verknüpfen, muss lediglich der Link zur AR-Szene im Aufgabenformular eingetragen werden. In der MCM-App erscheint nun bei Aufgaben mit AR ein neuer Button, der den User direkt zum AR-Modus bringt, um die Szene zu betrachten.

Didaktische Ideen zum Einsatz von Augmented Reality werden in naher Zukunft in einem separaten Beitrag diskutiert.

Multimedia-Chat im digitalen Klassenzimmer

Die Chat-Funktionalität des digitalen Klassenzimmers wurde im Portal um die Möglichkeit, Bilder und Audio-Aufnahmen zu verschicken, erweitert. In diesem Zuge wurde der Audio-Chat auch in der App ausgiebig getestet und Fehler behoben, sodass die Funktionalität nun allen zur Verfügung stehen sollte.

Außerdem gibt es für die Lehrkraft im digitalen Klassenzimmer nun die Möglichkeit einzelne Gruppen gezielt „anzupingen“, um Ihren ungefähren Aufenthaltsort zu erfragen. Diese Funktion versteckt sich hinter einem Lupen-Symbol auf der Gruppenkachel.

Weitere Änderungen:

  • Das Layout der Aufgaben wurde durch eine visuelle Gruppierung überarbeitet und übersichtlicher gestaltet.
  • Die Performance beim Laden von Profildaten wurde deutlich erhöht.

Alle Funktionen stehen in vollem Umfang zur Verfügung, sobald die aktualisierte Version der MCM-App vollständig ausgerollt wurde.

Wir freuen uns sehr, die erste spanische MathCityMap-Partnerschule in unserem ständig wachsenden Netwerk an Partnerschulen begrüßen zu dürfen! Die „IES María Moliner“ in der nördlich von Madrid gelegenen Stadt Segovia durchlief erfolgreich den Bewerbungsprozess, der von der Mathematiklehrkraft Sonia González Pascual angestoßen wurde.

Im folgenden kurzen Bericht beschreibt Sonia González Pascual die erstellten Trails an ihrer Schule und sie stellt ihre bisherigen Erfahrungen mit MathCityMap dar.

„Im Moment haben wir zwei Trails für verschiedene Klassenstufen in der Nähe unserer Schule, mit
insgesamt 15 Aufgaben, die von mir selbst erstellt wurden.

Diese Trails sind für Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren gedacht. Eine
von ihnen „Volúmenes entorno al Acueducto“, kann verwendet werden, um die Berechnung von
Volumen einiger einfacher dreidimensionaler Figuren zu üben. In einer fantastischen historischen Kulisse
können die Schülerinnen und Schüler die Volumina von Steinfiguren berechnen, die sie
rund um das römische Aquädukt von Segovia entdecken: Piramiden, Prismen, Kugeln,
Kegelstümpfe… Es ist notwendig, ein Maßband oder etwas Ähnliches zu benutzen. Da es oftmals schwierig sein kann eine exakte Lösung zu finden, benutze ich häufig das Antwortformat „Intervall“.

Der andere Trail „Frisos en pocos metros“, nutzt eine andere wichtige Besonderheit unserer Stadt: den „esgrafiado“ oder Sgrafito. Das ist eine architektonische Ornamenttechnik, die für die Verzierung von Putz und Wandverkleidungen verwendet wird.
Häufig werden Schablonen mit seriellen geometrischen Motiven verwendet. Im Trail müssen die Schülerinnen und Schüler in einigen Sgraffitos oder Fenster- und Balkongeländern nach ebenen Bewegungen suchen zum Beispiel Spiegelungen oder Drehungen. Sie lernen Untergruppen der Isometrie kennen wobei für die Eingabe der Antworten häufig das Multiple Choice Format genutzt wird.

Es ist wichtig, das Wissen zu vernetzen, das in einer früheren Sitzung im Klassenzimmer erworben wurde. Die Schülerinnen und Schüler sind tatsächlich sehr motiviert mit der MCM-App. Die Nutzung des Handys, die Suche der Aufgaben über GPS und die Möglichkeit, die Schule zu verlassen, machen MathCityMap zu einer sehr interessanten Lernumgebung.

Ich habe unsere Trails mit MathCityMap bereits mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters verwendet und sie haben es sehr positiv bewertet. Ich habe die App und vor allem meine Trails auch einer Gruppe von Mathematiklehrern gezeigt. Mein Ziel ist es, diese App und ihre Möglichkeiten so vielen Menschen wie möglich näher zu bringen.“

Das Paket mit der offiziellen Partnerschulplakette und den MCM-Messinstrumenten befindet sich bereits auf dem Weg nach Spanien und wir freuen uns schon sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Voraussetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

 

 

Der letzte Artikel zum Thema Generic Tasks beschäftigt sich mit der wohl ungewöhnlichsten Kategorie im Aufgabenwizard, den GPS-Aufgaben. Diese Aufgaben lassen sich durch den Wizard in kürzester Zeit erstellen und sind auf jeder größeren Fläche problemlos realisierbar und lassen sich somit in jeden Trail nach bedarf einbinden. Den ersten Artikel zum Thema Generic Tasks, in dem Sie auch darüber informiert werden, wie Sie zum Aufgabenwizard gelangen und was Generic Tasks sind finden Sie hier.

In der Kategorie der GPS-Aufgaben sind wir nicht an bestimmte Objekte gebunden, was mit dem Ansatz der Aufgabenstellungen zu tun hat. Eine mögliche Aufgabenstellung lautet beispielsweise:

„Laufe eine Strecke AB, die genau 50 Meter lang ist.“

Zum Erstellen der Aufgabe muss also nur ein Platz definiert werden, an welchem die Aufgabe durchgeführt werden soll. Die bearbeitende Person setzt dann in der App durch ein GPS Funktion zwei Punkte beim Laufen, die 50 Meter voneinander entfernt sind. Die Strecke kann dabei sowohl gerichtet, also in eine bestimmte Himmelsrichtung verlaufend, als auch ungerichtet gefordert sein.

 

                                   

 

Weitere mögliche Aufgaben sind zum Beispiel das Ablaufen lassen eines quadrates oder eines gleichschenkligen Dreiecks. Zusätzlich kann man wie im ersten Bild dieses Artikels zu sehen nach Punkten Fragen, die von zwei oder drei vorher in der App bestimmten Punkten, wie den Skulpturen, gleich weit entfernt sind.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit der Artikelreihe zu Generic Tasks unseren Aufgabenwizard und seine Möglichkeiten zur Vereinfachung des Prozesses zur Erstellung von Aufgaben näher bringen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Liebe MathCityMap-User:innen,

während der letzten Jahre hat sich nicht nur das MathCityMap System mit seinen verschiedensten Funktionen ständig weiterentwickelt. Auch unsere Community ist ständig weiter gewachsen wofür wir uns bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken wollen!

Um auch in den nächsten Jahren interessante und an Sie angepasste Neuerungen entwickeln zu können möchten wir gerne noch mehr über unsere Community erfahren. Zu diesem Zweck haben wir eine Umfrage erstellt, die Sie unter dem folgenden Link erreichen können:

Hier gehts zur Umfrage!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen würden und wir bedanken uns sehr für ihr Engagement mit und für MathCityMap und für Ihr Feedback.

Ihr MathCityMap Team aus Frankfurt

Wir freuen uns sehr erneut zwei Schulen in unserem Partnerschulprogramm begrüßen zu dürfen.  Dieses mal handelt es sich zum einen um die „Zakladna skola Janka Matusku“ aus der Stadt Dolný Kubín im Norden der Slowakei und zum anderen um die „Pombal Secondary School“, aus Pombal einer Stadt in Portugal.

Beide Schulen haben erfolgreich den notwenigen Bewerbungsprozess absolviert. In Pombal arbeiteten hierfür die Lehrerinnen Diana Santos, Ana Medeiros, Teresa Oliveira und Margarida Fonseca zusammen an insgesamt drei Trails, welche jeweils eine andere Klassenstufe und verschiedenste Unterrichtsinhalte im Blick haben. 

„Die Schülerinnen und Schüler waren hierbei sehr enthusiastisch und partizipativ, und es gab ein gutes Feedback von den Schülern, dass das im Laufe des Schuljahres erworbene Wissen auf eine andere und unterhaltsamere Weise angewendet wurde“ berichtete uns Diana Santos.

In Dolný Kubín wurden ebenfalls zwei vielfältige Mathtrails von der Mathematiklehrkraft Klaudia Kovalcíková angelegt und mit ihren Schüler*innen ausgetestet. Sie berichtete von ihrem Weg zur MCM-Partnerschule wie folgt:

„Ich bin seit etwa 3 Jahren im Bildungswesen tätig. In dieser kurzen Zeit habe ich festgestellt dass die beliebteste Frage meiner Schülerinnen und Schüler lautet: „Wofür werden wir den Schulstoff verwenden? Wo werde ich dieses Wissen in meinem Leben nutzen?“ So entstand anstelle einer bescheidenen Antwort die Idee einen Mathtrail zu erstellen, um Schülerinnen und Schülern die Anwendung der Mathematik direkt in der Praxis, in unserer Stadt oder in ihrer Umgebung zu zeigen. Im Laufe des Schuljahres haben wir mehrere Trails durch die Stadt Dolný Kubín gemacht. Dutzende von Fotos von verschiedenen Objekten, Gebäuden und Parks wurden geschossen und die Schülerinnen und Schüler lernten die Arbeit im Portal Mathcitymap kennen. Sie haben plötzlich entdeckt, dass Mathematik nicht nur ein Schulfach ist, sondern in fast jedem Gegenstand steckt. Dabei muss es nicht nur um seine visuelle Form gehen, sondern auch um den inhaltlichen Wert (aus welchem Grund wurde dieses Objekt geschaffen, was symbolisiert es, wann wurde es gebaut, …). Wir gehen täglich an vielen Gedenk- / Informationstafeln vorbei, aber erst jetzt haben wir entdeckt, dass sie nicht nur viele mathematische Möglichkeiten für ihre Nutzung offenbaren, sondern dass wir dank ihnen auch die Geschichte unserer Stadt und ihrer Bevölkerung kennen lernen.“

Auch einer der dortigen Schüler berichtete für uns von seinen Erfahrungen mit MathCityMap:

„Math Trails haben mir mehr gebracht als nur die Teilnahme an einem normalen Unterricht. Ich habe mehr über Zahlen aus verschiedenen Blickwinkeln herausgefunden. Was war das Ziel? Wir haben Aufgaben erstellt, die wir im Freien, in einem digitalen Klassenzimmer umgesetzt haben. Wir lernten die Stadt Dolný Kubín und ihre Geschichte aus mathematischer Perspektive kennen. Für diese Möglichkeit möchte ich mich auch bei unserer Lehrerin Frau Kovalčíková bedanken.

Ich fahre oft nach Námestovo, aber erst jetzt habe ich herausgefunden, dass es vor der Kirche eine Statue von Ján Vojtaššák gibt (als wir sie mit den anderen Schülerinnen und Schülern vermessen haben). Bisher war ein Meter für mich drei Dreißig-Zentimeter-Maßstäbe und ein paar Zentimeter mehr. Heute entspricht ein Meter zum Beispiel zwei Dritteln einer Parkbank. Ich kann das Volumen der Bank berechnen, ich weiß, wie viele Pfähle wir dafür brauchen. Ich habe auch herausgefunden, wie groß der Umfang des Brunnens in unserer Stadt ist. Die Mathematik bestand nicht mehr nur aus Zahlen, Stift, Papier, Lineal, interaktivem Whiteboard… Wir waren draußen und haben unsere mathematische Aufgaben angefasst, wir haben sie mit einer Schnur gemessen, wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht, usw. Es war toll. Auf dem Heimweg von der Schule schaue ich mich um und überlege, welches Objekt das nächste Mal unsere Matheaufgabe sein wird. Ich freue mich schon darauf.“

Das Paket mit den Messinstrumenten und die offiziellen Partnerschulplakette befindet sich bereits auf dem Weg zu den Schulen und wir freuen uns wie immer sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Vorauusetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.