AR und mehr im MCM-Update vom 26.07.22

Das aktuelle Update erweitert MathCityMap um die Möglichkeit AR-Szenen einzubinden sowie in der Kommunikation über das digitale Klassenzimmer. Außerdem werden einige Bugs behoben und die Performance an einigen Stellen deutlich verbessert. Augmented Reality (AR) in MCM-Aufgaben Es ist nun möglich MCM-Aufgaben mit AR-Elementen zu verknüpfen. Im Rahmen des MASCE-Projekts ist ein auf die Erstellung von […]

Das aktuelle Update erweitert MathCityMap um die Möglichkeit AR-Szenen einzubinden sowie in der Kommunikation über das digitale Klassenzimmer. Außerdem werden einige Bugs behoben und die Performance an einigen Stellen deutlich verbessert.

Augmented Reality (AR) in MCM-Aufgaben

Es ist nun möglich MCM-Aufgaben mit AR-Elementen zu verknüpfen. Im Rahmen des MASCE-Projekts ist ein auf die Erstellung von AR-Szenen (Marker oder GPS-basiert) spezialisiertes Portal unter dem Namen EducatAR (https://educatar.eu) entstanden. Nach einer kurzen Registrierung können dort AR-Szenen angelegt werden.

Um eine MCM-Aufgabe mit einer AR-Szene zu verknüpfen, muss lediglich der Link zur AR-Szene im Aufgabenformular eingetragen werden. In der MCM-App erscheint nun bei Aufgaben mit AR ein neuer Button, der den User direkt zum AR-Modus bringt, um die Szene zu betrachten.

Didaktische Ideen zum Einsatz von Augmented Reality werden in naher Zukunft in einem separaten Beitrag diskutiert.

Multimedia-Chat im digitalen Klassenzimmer

Die Chat-Funktionalität des digitalen Klassenzimmers wurde im Portal um die Möglichkeit, Bilder und Audio-Aufnahmen zu verschicken, erweitert. In diesem Zuge wurde der Audio-Chat auch in der App ausgiebig getestet und Fehler behoben, sodass die Funktionalität nun allen zur Verfügung stehen sollte.

Außerdem gibt es für die Lehrkraft im digitalen Klassenzimmer nun die Möglichkeit einzelne Gruppen gezielt „anzupingen“, um Ihren ungefähren Aufenthaltsort zu erfragen. Diese Funktion versteckt sich hinter einem Lupen-Symbol auf der Gruppenkachel.

Weitere Änderungen:

  • Das Layout der Aufgaben wurde durch eine visuelle Gruppierung überarbeitet und übersichtlicher gestaltet.
  • Die Performance beim Laden von Profildaten wurde deutlich erhöht.

Alle Funktionen stehen in vollem Umfang zur Verfügung, sobald die aktualisierte Version der MCM-App vollständig ausgerollt wurde.

Spanien tritt dem Partnerschulnetzwerk bei

Wir freuen uns sehr, die erste spanische MathCityMap-Partnerschule in unserem ständig wachsenden Netwerk an Partnerschulen begrüßen zu dürfen! Die „IES María Moliner“ in der nördlich von Madrid gelegenen Stadt Segovia durchlief erfolgreich den Bewerbungsprozess, der von der Mathematiklehrkraft Sonia González Pascual angestoßen wurde. Im folgenden kurzen Bericht beschreibt Sonia González Pascual die erstellten Trails an […]

Wir freuen uns sehr, die erste spanische MathCityMap-Partnerschule in unserem ständig wachsenden Netwerk an Partnerschulen begrüßen zu dürfen! Die „IES María Moliner“ in der nördlich von Madrid gelegenen Stadt Segovia durchlief erfolgreich den Bewerbungsprozess, der von der Mathematiklehrkraft Sonia González Pascual angestoßen wurde.

Im folgenden kurzen Bericht beschreibt Sonia González Pascual die erstellten Trails an ihrer Schule und sie stellt ihre bisherigen Erfahrungen mit MathCityMap dar.

„Im Moment haben wir zwei Trails für verschiedene Klassenstufen in der Nähe unserer Schule, mit
insgesamt 15 Aufgaben, die von mir selbst erstellt wurden.

Diese Trails sind für Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren gedacht. Eine
von ihnen „Volúmenes entorno al Acueducto“, kann verwendet werden, um die Berechnung von
Volumen einiger einfacher dreidimensionaler Figuren zu üben. In einer fantastischen historischen Kulisse
können die Schülerinnen und Schüler die Volumina von Steinfiguren berechnen, die sie
rund um das römische Aquädukt von Segovia entdecken: Piramiden, Prismen, Kugeln,
Kegelstümpfe… Es ist notwendig, ein Maßband oder etwas Ähnliches zu benutzen. Da es oftmals schwierig sein kann eine exakte Lösung zu finden, benutze ich häufig das Antwortformat „Intervall“.

Der andere Trail „Frisos en pocos metros“, nutzt eine andere wichtige Besonderheit unserer Stadt: den „esgrafiado“ oder Sgrafito. Das ist eine architektonische Ornamenttechnik, die für die Verzierung von Putz und Wandverkleidungen verwendet wird.
Häufig werden Schablonen mit seriellen geometrischen Motiven verwendet. Im Trail müssen die Schülerinnen und Schüler in einigen Sgraffitos oder Fenster- und Balkongeländern nach ebenen Bewegungen suchen zum Beispiel Spiegelungen oder Drehungen. Sie lernen Untergruppen der Isometrie kennen wobei für die Eingabe der Antworten häufig das Multiple Choice Format genutzt wird.

Es ist wichtig, das Wissen zu vernetzen, das in einer früheren Sitzung im Klassenzimmer erworben wurde. Die Schülerinnen und Schüler sind tatsächlich sehr motiviert mit der MCM-App. Die Nutzung des Handys, die Suche der Aufgaben über GPS und die Möglichkeit, die Schule zu verlassen, machen MathCityMap zu einer sehr interessanten Lernumgebung.

Ich habe unsere Trails mit MathCityMap bereits mit verschiedenen Schülerinnen und Schülern unterschiedlichen Alters verwendet und sie haben es sehr positiv bewertet. Ich habe die App und vor allem meine Trails auch einer Gruppe von Mathematiklehrern gezeigt. Mein Ziel ist es, diese App und ihre Möglichkeiten so vielen Menschen wie möglich näher zu bringen.“

Das Paket mit der offiziellen Partnerschulplakette und den MCM-Messinstrumenten befindet sich bereits auf dem Weg nach Spanien und wir freuen uns schon sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Voraussetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

 

 

Generic Tasks: GPS Aufgaben

Der letzte Artikel zum Thema Generic Tasks beschäftigt sich mit der wohl ungewöhnlichsten Kategorie im Aufgabenwizard, den GPS-Aufgaben. Diese Aufgaben lassen sich durch den Wizard in kürzester Zeit erstellen und sind auf jeder größeren Fläche problemlos realisierbar und lassen sich somit in jeden Trail nach bedarf einbinden. Den ersten Artikel zum Thema Generic Tasks, in […]

Der letzte Artikel zum Thema Generic Tasks beschäftigt sich mit der wohl ungewöhnlichsten Kategorie im Aufgabenwizard, den GPS-Aufgaben. Diese Aufgaben lassen sich durch den Wizard in kürzester Zeit erstellen und sind auf jeder größeren Fläche problemlos realisierbar und lassen sich somit in jeden Trail nach bedarf einbinden. Den ersten Artikel zum Thema Generic Tasks, in dem Sie auch darüber informiert werden, wie Sie zum Aufgabenwizard gelangen und was Generic Tasks sind finden Sie hier.

In der Kategorie der GPS-Aufgaben sind wir nicht an bestimmte Objekte gebunden, was mit dem Ansatz der Aufgabenstellungen zu tun hat. Eine mögliche Aufgabenstellung lautet beispielsweise:

„Laufe eine Strecke AB, die genau 50 Meter lang ist.“

Zum Erstellen der Aufgabe muss also nur ein Platz definiert werden, an welchem die Aufgabe durchgeführt werden soll. Die bearbeitende Person setzt dann in der App durch ein GPS Funktion zwei Punkte beim Laufen, die 50 Meter voneinander entfernt sind. Die Strecke kann dabei sowohl gerichtet, also in eine bestimmte Himmelsrichtung verlaufend, als auch ungerichtet gefordert sein.

 

                                   

 

Weitere mögliche Aufgaben sind zum Beispiel das Ablaufen lassen eines quadrates oder eines gleichschenkligen Dreiecks. Zusätzlich kann man wie im ersten Bild dieses Artikels zu sehen nach Punkten Fragen, die von zwei oder drei vorher in der App bestimmten Punkten, wie den Skulpturen, gleich weit entfernt sind.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit der Artikelreihe zu Generic Tasks unseren Aufgabenwizard und seine Möglichkeiten zur Vereinfachung des Prozesses zur Erstellung von Aufgaben näher bringen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

MathCityMap Umfrage 2022

Liebe MathCityMap-User:innen, während der letzten Jahre hat sich nicht nur das MathCityMap System mit seinen verschiedensten Funktionen ständig weiterentwickelt. Auch unsere Community ist ständig weiter gewachsen wofür wir uns bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken wollen! Um auch in den nächsten Jahren interessante und an Sie angepasste Neuerungen entwickeln zu können möchten wir gerne noch […]

Liebe MathCityMap-User:innen,

während der letzten Jahre hat sich nicht nur das MathCityMap System mit seinen verschiedensten Funktionen ständig weiterentwickelt. Auch unsere Community ist ständig weiter gewachsen wofür wir uns bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken wollen!

Um auch in den nächsten Jahren interessante und an Sie angepasste Neuerungen entwickeln zu können möchten wir gerne noch mehr über unsere Community erfahren. Zu diesem Zweck haben wir eine Umfrage erstellt, die Sie unter dem folgenden Link erreichen können:

Hier gehts zur Umfrage!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie an der Umfrage teilnehmen würden und wir bedanken uns sehr für ihr Engagement mit und für MathCityMap und für Ihr Feedback.

Ihr MathCityMap Team aus Frankfurt

Mehr Partnerschulen!

Wir freuen uns sehr erneut zwei Schulen in unserem Partnerschulprogramm begrüßen zu dürfen.  Dieses mal handelt es sich zum einen um die „Zakladna skola Janka Matusku“ aus der Stadt Dolný Kubín im Norden der Slowakei und zum anderen um die „Pombal Secondary School“, aus Pombal einer Stadt in Portugal. Beide Schulen haben erfolgreich den notwenigen […]

Wir freuen uns sehr erneut zwei Schulen in unserem Partnerschulprogramm begrüßen zu dürfen.  Dieses mal handelt es sich zum einen um die „Zakladna skola Janka Matusku“ aus der Stadt Dolný Kubín im Norden der Slowakei und zum anderen um die „Pombal Secondary School“, aus Pombal einer Stadt in Portugal.

Beide Schulen haben erfolgreich den notwenigen Bewerbungsprozess absolviert. In Pombal arbeiteten hierfür die Lehrerinnen Diana Santos, Ana Medeiros, Teresa Oliveira und Margarida Fonseca zusammen an insgesamt drei Trails, welche jeweils eine andere Klassenstufe und verschiedenste Unterrichtsinhalte im Blick haben. 

„Die Schülerinnen und Schüler waren hierbei sehr enthusiastisch und partizipativ, und es gab ein gutes Feedback von den Schülern, dass das im Laufe des Schuljahres erworbene Wissen auf eine andere und unterhaltsamere Weise angewendet wurde“ berichtete uns Diana Santos.

In Dolný Kubín wurden ebenfalls zwei vielfältige Mathtrails von der Mathematiklehrkraft Klaudia Kovalcíková angelegt und mit ihren Schüler*innen ausgetestet. Sie berichtete von ihrem Weg zur MCM-Partnerschule wie folgt:

„Ich bin seit etwa 3 Jahren im Bildungswesen tätig. In dieser kurzen Zeit habe ich festgestellt dass die beliebteste Frage meiner Schülerinnen und Schüler lautet: „Wofür werden wir den Schulstoff verwenden? Wo werde ich dieses Wissen in meinem Leben nutzen?“ So entstand anstelle einer bescheidenen Antwort die Idee einen Mathtrail zu erstellen, um Schülerinnen und Schülern die Anwendung der Mathematik direkt in der Praxis, in unserer Stadt oder in ihrer Umgebung zu zeigen. Im Laufe des Schuljahres haben wir mehrere Trails durch die Stadt Dolný Kubín gemacht. Dutzende von Fotos von verschiedenen Objekten, Gebäuden und Parks wurden geschossen und die Schülerinnen und Schüler lernten die Arbeit im Portal Mathcitymap kennen. Sie haben plötzlich entdeckt, dass Mathematik nicht nur ein Schulfach ist, sondern in fast jedem Gegenstand steckt. Dabei muss es nicht nur um seine visuelle Form gehen, sondern auch um den inhaltlichen Wert (aus welchem Grund wurde dieses Objekt geschaffen, was symbolisiert es, wann wurde es gebaut, …). Wir gehen täglich an vielen Gedenk- / Informationstafeln vorbei, aber erst jetzt haben wir entdeckt, dass sie nicht nur viele mathematische Möglichkeiten für ihre Nutzung offenbaren, sondern dass wir dank ihnen auch die Geschichte unserer Stadt und ihrer Bevölkerung kennen lernen.“

Auch einer der dortigen Schüler berichtete für uns von seinen Erfahrungen mit MathCityMap:

„Math Trails haben mir mehr gebracht als nur die Teilnahme an einem normalen Unterricht. Ich habe mehr über Zahlen aus verschiedenen Blickwinkeln herausgefunden. Was war das Ziel? Wir haben Aufgaben erstellt, die wir im Freien, in einem digitalen Klassenzimmer umgesetzt haben. Wir lernten die Stadt Dolný Kubín und ihre Geschichte aus mathematischer Perspektive kennen. Für diese Möglichkeit möchte ich mich auch bei unserer Lehrerin Frau Kovalčíková bedanken.

Ich fahre oft nach Námestovo, aber erst jetzt habe ich herausgefunden, dass es vor der Kirche eine Statue von Ján Vojtaššák gibt (als wir sie mit den anderen Schülerinnen und Schülern vermessen haben). Bisher war ein Meter für mich drei Dreißig-Zentimeter-Maßstäbe und ein paar Zentimeter mehr. Heute entspricht ein Meter zum Beispiel zwei Dritteln einer Parkbank. Ich kann das Volumen der Bank berechnen, ich weiß, wie viele Pfähle wir dafür brauchen. Ich habe auch herausgefunden, wie groß der Umfang des Brunnens in unserer Stadt ist. Die Mathematik bestand nicht mehr nur aus Zahlen, Stift, Papier, Lineal, interaktivem Whiteboard… Wir waren draußen und haben unsere mathematische Aufgaben angefasst, wir haben sie mit einer Schnur gemessen, wir haben gemeinsam nach Lösungen gesucht, usw. Es war toll. Auf dem Heimweg von der Schule schaue ich mich um und überlege, welches Objekt das nächste Mal unsere Matheaufgabe sein wird. Ich freue mich schon darauf.“

Das Paket mit den Messinstrumenten und die offiziellen Partnerschulplakette befindet sich bereits auf dem Weg zu den Schulen und wir freuen uns wie immer sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Vorauusetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

 

Trail des Monats: Berner Altstadt

Der Trail des Monats Juli lädt uns zu einem mathematischen Spaziergang durch eine weitere europäische Hauptstadt ein. Wir befinden uns diesmal in der schönen Stadt Bern in der Schweiz. Erstellt wurde der Trail des Monats von Damaris Burri im Rahmen ihrer Masterarbeit an der PH Bern am Institut für die Sekundarstufe 1 und ist in […]

Der Trail des Monats Juli lädt uns zu einem mathematischen Spaziergang durch eine weitere europäische Hauptstadt ein. Wir befinden uns diesmal in der schönen Stadt Bern in der Schweiz. Erstellt wurde der Trail des Monats von Damaris Burri im Rahmen ihrer Masterarbeit an der PH Bern am Institut für die Sekundarstufe 1 und ist in der MCM-App unter dem Code 678321 und im Webportal von MathCityMap hier verfügbar.

Der Trail, der sich quer durch die historische Altstadt von Bern zieht, besteht aus insgesamt 12 Aufgaben, die teilweise noch mit Unteraufgaben erweiterbar sind. Inhaltlich beschäftigen sich die Aufgaben mit Themen der Klassen 7 bis 9 (in der Schweiz des sogenannten dritten Zykluses), also mit Flächen und Volumenberechnungen, sowie Steigungen und Maßeinheiten.

Im folgenden Interview beschreibt Damaris Burri ihre bisherige Erfahrung mit MathCityMap und gibt zusätzliche Hintergrundinformationen zum Trail:

 

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen?

Auf das MathCityMap-Projekt bin ich während eines Mathematikdidaktik-Seminars an der PHBern gestossen. Am Ende eines solchen Seminars stellte uns der Dozent in wenigen Worten einige Links zu Internetseiten vor, die für den Mathematikunterricht nützlich sein könnten. Einer dieser Links führte auf die MathCityMap – Webseite. Auf der Suche nach einem Thema für meine Masterarbeit erinnerte ich mich an diese Links und erkundete zum ersten Mal MathCityMap und die Welt der Mathtrails. Ich war begeistert und hatte ein spannendes Thema für meine Masterarbeit gefunden.

 

Wo liegt Ihr Trail? Was ist das Besondere an Ihrem Trail?

Die Berner Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bildet den historischen Kern der Schweizer Bundesstadt Bern. Der Mathtrail «Berner Altstadt» lädt auf einen mathematischen Stadtrundgang ein. Mit seinen insgesamt zwölf Aufgaben führt der Trail an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie zum Beispiel der Kindlifresserbrunnen, das Berner Rathaus, der Bärenpark, das Berner Münster und der Zytgloggen-Turm. An jeder Aufgabe erwartet die Schülerinnen und Schüler eine mathematische Aufgabenstellung, die sich am Basiswissen des 7. und 8. Schuljahres im Bereich der Geometrie orientiert, sowie Hintergrundinformationen zum Objekt. Ziel des Trails ist es, den Jugendlichen aufzuzeigen, dass Mathematik nicht nur im Klassenzimmer betrieben werden kann, sondern dass sich auch Objekte aus dem Alltag zum Rechnen eigenen. Ausserdem soll der Mathtrail Spaß machen und ein positives Erlebnis für die gesamte Klasse sein.

 

Wie nutzen Sie MCM und warum?

Den Trail entwickelte ich im Rahmen meiner Masterarbeit gezielt als ausserschulischer Lernort für den Mathematikunterricht des Zyklus 3 (Sekundarstufe 1), welcher frei über die drei Schuljahre (7. bis 9. Klasse) eingesetzt werden. In der Schweiz werden die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (7. – 9. Klasse) vermehrt in Niveaugemischten Gruppen unterrichtet. Die so entstehende Heterogenität berücksichtigt mein Trail mit gestuften Hinweisen und Unteraufgaben. Jede Aufgabe hat mindestens zwei gestufte Hilfestellungen, die den Jugendlichen helfen, die Aufgabenstellung zu verstehen und einen möglichen Lösungsweg zu finden. Zudem weisen sie auf mögliche Stolpersteine hin. Bei Aufgaben, die den Unterrichtsstoff der 7. Klasse übersteigen, wurden die Aufgabenstellungen mit sogenannten Unteraufgaben in mehrere Teilaufgaben unterteilt. Diese führen die Jugendlichen Schritt für Schritt zur Lösung.

Um die Aufgabenstellungen des Mathtrails «Berner Altstadt» lösen zu können, muss jede teilnehmende Gruppe (bestehend aus 3 -4 Schülerinnen und Schüler) mit einem Smartphone, einem Geodreieck, einem Doppelmeter und einem Taschenrechner ausgerüstet sein.

 

Beschreiben Sie Ihre Lieblingsaufgabe auf dem Trail. Wie kann sie gelöst werden?

Meine Lieblingsaufgabe ist die Aufgabe am Zytglogge (Zeitglockenturm). Der Zytglogge gehört zu den Wahrzeichen der Berner Altstadt und war vor den Stadterweiterungen im 13. Und 14. Jahrhundert das erste Westtor. Der Turm mit seiner mechanischen Spieluhr faszinierte mich schon als Kind. Jeweils zur vollen Stunde beginnt die Spieluhr zu spielen und der tanzende Bärenzug, der Narr und der schreiende Hahn erwachen zum Leben.

Die Aufgabe «Zytglogge» bezieht sich auf den Tordurchgang, in welchem an einer der Wände sieben historische Längenmasse hängen, die früher auf den Berner Märkten verwendet wurden. Bei dieser Aufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler die Länge des Tordurchgangs dem Längenmass «Schweizerfuss» angeben. Um die Aufgabe zu lösen, müssen die Lernenden das Prinzip des Umrechnens von Längenmassen kennen und verstanden haben. Die Länge eines Schweizerfuss können die Schülerinnen und Schüler sowohl durch Ausmessen oder durch genaues beobachten bestimmen, denn die Länge von 3/10 Meter ist eingraviert. Um die Aufgabe zu lösen, müssen sie zudem die Länge des Tordurchgangs messen und dann die erhaltene Länge in «Schweizerfuss» umwandeln.

 

Eine weitere Partnerschule in Portugal!

Ein fantastischer Teil von MathCityMap ist unsere ständig wachsende internationale Community. In dieser begrüßen wir nun schon die bereits vierte MCM-Partnerschule Portugals, die „Escola EB 2,3 Dr. Pedro Barbosa“ in Viano do Castelo. Der erfolgreiche Bewerbungsprozess wurde von den beiden angehenden Mathematiklehrkräften Ana Meira und Liliana Francisco begleitet, die von diesem wie folgt berichten: „Unsere […]

Ein fantastischer Teil von MathCityMap ist unsere ständig wachsende internationale Community. In dieser begrüßen wir nun schon die bereits vierte MCM-Partnerschule Portugals, die „Escola EB 2,3 Dr. Pedro Barbosa“ in Viano do Castelo.

Der erfolgreiche Bewerbungsprozess wurde von den beiden angehenden Mathematiklehrkräften Ana Meira und Liliana Francisco begleitet, die von diesem wie folgt berichten:

„Unsere ersten Erfahrungen mit MathCityMap machten wir als Studenten während unseres Masterstudiengangs. Wir waren von der App so positiv beeindruckt, dass wir beschlossen, mit unseren eigenen Schülern, zwei sechsten Klassen, mobile Math-Trails zu erstellen. Um die im Unterricht vermittelten Inhalte anzuwenden, erstellten wir einen Trail über rationale Zahlen (Trail-Code: 099594) und einen weiteren über Symmetrien (Trail-Code: 145301).

Beide Schülergruppen reagierten sehr gut und genossen die Gelegenheit, nach draußen zu gehen und die Mathematik in ihrer Umgebung zu erkunden. Die Technologie war eine zusätzliche Motivation, insbesondere die Gamification-Funktion der App und die Möglichkeit, sofortiges Feedback auf ihre Antworten zu erhalten. Die im Unterricht vermittelten Inhalte erhielten eine neue Bedeutung, da die Schülerinnen und Schüler die Anwendbarkeit in einem realen Kontext sehen konnten.“

Das Paket mit der offiziellen Partnerschulplakette und den MCM-Messinstrumenten befindet sich bereits auf dem Weg nach Portugal und wir freuen uns schon sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Voraussetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.

 

Wartungsarbeiten am 22.06, 09:00 – 10:30 Uhr [ABGESCHLOSSEN]

Am Mittwoch, dem 22.06, zwischen 09 – 10:30 Uhr finden geplante Wartungsarbeiten an der Webseite statt. In dieser Zeit werden die Webseite und dazugehörige Dienste voraussichtlich nicht erreichbar sein.

Am Mittwoch, dem 22.06, zwischen 09 – 10:30 Uhr finden geplante Wartungsarbeiten an der Webseite statt. In dieser Zeit werden die Webseite und dazugehörige Dienste voraussichtlich nicht erreichbar sein.

Trail des Monats: Bruneck einmal anders

Der Trail des Monats Juni kommt aus der kleinen mittelalterlichen Stadt Bruneck in der Region Südtirol im Norden Italiens. Hier erstellte Melanie Forer gemeinsam mit ihren Schüler*innen der dritten Klasse den Trail „Bruneck einmal anders“, der mit der MCM-App unter dem Code 353905 abrufbar und im Webportal von MathCityMap hier verfügbar ist. Der Trail besteht […]

Der Trail des Monats Juni kommt aus der kleinen mittelalterlichen Stadt Bruneck in der Region Südtirol im Norden Italiens. Hier erstellte Melanie Forer gemeinsam mit ihren Schüler*innen der dritten Klasse den Trail „Bruneck einmal anders“, der mit der MCM-App unter dem Code 353905 abrufbar und im Webportal von MathCityMap hier verfügbar ist.

Der Trail besteht aus insgesamt sechs Aufgaben die, sich meist um die Themen Flächen und Volumenberechnung von Grund- und zusammengesetzten Körpern und Flächen drehen. Zusätlich hat man natürlich das Vergnügen Bruneck aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenzulernen, während man zeitgleich Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss von Bruneck, besucht.

 

                                        

 

Ein Interview zur Entstehung des Trails und zu Ihren Erfahrungen mit MathCityMap gibt Melanie Forer im folgenden:

 

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen?

MathCityMap habe ich im Rahmen der Fortbildung „Mathematikparcours“ der Pädagogischen Abteilung in Südtirol kennengelernt. Am Beispiel des Projekts „matematica in città“ in Bozen wurden wir interessierte Lehrpersonen eingeladen, die Umgebung mit mathematischem Auge zu beobachten und anschließend uns mit der App MathCityMap vertraut zu machen. Die Möglichkeit an außerschulischen Lernorten mathematische Fragen zu formulieren und zu lösen, gefiel mir sehr gut, deshalb brachte ich diese Idee auch in meine Klasse, die sofort viel Zustimmung erfuhr.

 

Wo liegt Ihr Trail? Was ist das Besondere an Ihrem Trail?

Das kleine, mittelalterliche Städtchen Bruneck in Südtirol, Italien beeindruckt mit seinem Schloss und der berühmten Stadtgasse. 1741 ließ sich der Ursulinenorden in Bruneck nieder und die Ursulinenschwestern errichten in den darauffolgenden Jahren Kirche, Kloster, Internat und Schule. Schüler/innen dieser gleichgestellten Mittelschule haben den Mathtrail „Bruneck einmal anders“ erstellt, der wie folgt beschrieben wird:  

Ausgehend vom Schuleingang bei der Ursulinenkirche geht es durch das gleichnamige Ursulinentor über die historische Stadtgasse hinauf zur Oberstadt. Von da aus geht es weiter hinauf zum Schloss Bruneck und über die Hängebrücke zum Hermann-Staudacher-Platz. Anschließend geht der Parkour zurück zum Schlossberg, hinunter zur Rainkirche und über den Graben in die Hintergasse. Mit dem Trail ist es möglich einen neuen Blickwinkel auf die Sehenswürdigkeiten von Bruneck zu werfen, indem ansonsten unscheinbare, alltägliche, geometrische Figuren und Körper in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestellt werden.

 

Wie nutzen Sie MCM und warum?

Ich nutze MathCityMap, um einen sehr praxisnahen, modernen Mathematikunterricht, der nahe an der Lebenswelt der Schüler/innen ist, anzubieten. Durch neue digitale Medien, wie MathCityMap, kann die Schüler/innen-Welt zum Lernort und ein neuer Zugang zur Mathematik geschaffen werden. Die mathematische Perspektive bleibt nicht mehr nur im Klassenzimmer, sondern wird zunehmend auch im Pausenhof, auf dem Weg zur Schule oder in der Freizeit angewandt.

Auch in diesem Schuljahr werde ich wieder mit einer Kleingruppe von Schülern/innen neue Aufgaben sammeln und die mathematische Herausforderung annehmen. 

 

Beschreiben Sie Ihre Lieblingsaufgabe auf dem Trail. Wie kann sie gelöst werden?

Meine Lieblingsaufgabe ist die „Brücke beim Schloss“. Mit etwas Nervenkitzel, aber natürlich mit höchster Sicherheit, genießt man einen wunderbaren Ausblick auf das Schloss Bruneck. Die Aufgabe besteht darin, die Fläche des Zaunes auszumessen und die Kosten für die Neugestaltung zu berechnen. Das Besondere dabei ist die vielfältige Herangehensweise beim Ermitteln der Länge, mit Messen und Zählen mit Meterband Zollstock oder anderen Hilfsmitteln wie Faden, Schrittlänge usw. Damit die Aufgabe gelöst werden kann, braucht es Grundkenntnisse in der Flächenberechnung von Rechtecken und ein Verständnis für die direkte Proportionalität.

 

 

Die ersten MCM-Partnerschulen der Slowakei

Auch aus der Slowakei schließen sich die ersten Schulen dem Partnerschulprogramm vom MathCityMap an.  Wir freuen uns sehr die „ZŠ s MŠ Lipovce“ und die „Základná škola Revúca“ als neue und damit fünfte und sechste Partnerschulen begüßen zu dürfen, die erfolgreich den Bewerbungsprozess durchlaufen hat. Angestoßen wurde der Prozess an der ZŠ s MŠ Lipovce […]

Auch aus der Slowakei schließen sich die ersten Schulen dem Partnerschulprogramm vom MathCityMap an.  Wir freuen uns sehr die „ZŠ s MŠ Lipovce“ und die „Základná škola Revúca“ als neue und damit fünfte und sechste Partnerschulen begüßen zu dürfen, die erfolgreich den Bewerbungsprozess durchlaufen hat.

Angestoßen wurde der Prozess an der ZŠ s MŠ Lipovce von Sylvia Smolková einer engagierten Mathematiklehrkraft der Schule, die sowohl über einen Kindergarten, als auch über einen Primar sowie Sekundarstufen bereich verfügt. Erstellt wurden insgesmat vier Trails für die Jahrgangsstufen 5 (075303), 7 (025383), 8 (675400) und 9 (565437), die die Schüler*innen der Schule quer durch Lipovce führen und sie die Gemeinde neu entdecken lassen. Das ausprobieren der Trails mit den Klassen hat allen Beteiligten viel Freude bereitet und gerade das Gefühl Mathematik draußen zu betreiben war ein großer Motivationsfaktor, wie Sylvia Smolková uns berichtete.

An der Základná škola in Revúca wurde die Bewerbung von Michaela Štefko eingereicht, die ihre Erfahrungen mit MCM wie folgt beschrieb:

„Ich arbeite an der Grundschule in der Hviezdoslavova-Straße in Revúca. Unsere Schüler sind immer offen für neue und interessante Formen des Lernens. Als wir auf die Anwendung und das Portal Mathcitymap gestoßen sind, haben wir uns sofort dafür entschieden, es im Unterricht einzusetzen. Bislang haben wir zwei Trails in der Umgebung unserer Schule für die 5. und 6. Klasse erstellt. Zurzeit arbeiten wir an einem weiteren Trail für die Klasse 7. Mein Kollege und ich haben vor kurzem begonnen, einen mathematischen Wanderpfad in unserer Stadt zu entwerfen. Wir möchten die Denkmäler und bedeutenden Orte in unserer Kreisstadt vorstellen. Unsere Schülerinnen und Schüler haben bereits beide Routen absolviert, sie waren alle begeistert, haben sehr schnell Gruppen gebildet und an jeder einzelnen Aufgabe gut mitgearbeitet. Sie haben sogar vorgeschlagen, dass sie sich an der Erstellung weiterer Aufgaben beteiligen. Wir wollen das Leseverständnis, die Teamarbeit und auch die Kommunikationsfähigkeit der Schüler verbessern. Außerdem sehen wir einen großen Vorteil darin, dass Schüler, für die Mathematik kein beliebtes Schulfach ist, an der Lösung mathematischer Probleme mitarbeiteten.“

Das Paket mit den Messinstrumenten und die offiziellen Partnerschulplakette befindet sich bereits auf dem Weg zu den Schulen und wir freuen uns wie immer sehr auf weitere Bewerbungen aus aller Welt.

Alle weiteren Informationen zum Partnerschulprogramm und den Vorauusetzungen für die Bewerbung finden Sie sowohl im Artikel zur ersten MCM Partnerschule als auch auf der Homepage unseres Projektes MaSCE³.