Die Jungen Mathe-Adler fliegen wieder! Unsere mathematische Begabtenförderung für Schülerinnen und Schüler aus Frankfurt und Umgebung unter Leitung von Simone Jablonski, Melanie Schubert und Steffen Burk startete in die neue Mathe-Adler-Saison gleich mit einem Highlight: Dem Absolvieren eines Mathtrails mit MathCityMap!

Unsere neuen Drittklässler und auch die Lernenden der sechsten Klasse bearbeiteten die Aufgaben an Seite ihrer Eltern mit großem Engagement und lösten so manches kniffliges mathematische Problem. Hier geht’s zu den absolvieten Trails:

Wir freuen uns schon auf die kommenden Sitzungen der Mathe-Adler, welche aufgrund der gegenwärtigen Situationen im MCM@home-Format digital absolviert werden. Viel Spaß & Erfolg!

MaSCE³ [Math Trails in School, Curriculum and Educational Environments of Europe] ist ein von Ersamus+ gefördertes Programm zur Weiterentwircklung von MathCityMap. Unser diesjähriges Treffen mit unseren Projektpartnern aus Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Estland sowie aus Deutschland musste aufgrund der gegenwärtigen Situation natürlich online stattfinden.

Nichtsdestotrotz können wir auf zwei sehr intensive und zugleich erfolgreiche Arbeitstage zurückblicken: Im Projekttreffen wurden neue Aufgabenformate, die Einbettung von Augmented-Reality-Elementen in unser System sowie die Entwicklung themenbasierter Trails reflektiert und diskutiert.

Wir danken allen Partnern für dieses tolle Treffen!

Auf der MEDA 2020 (Mathematics Education in the Digital Age) wurde das MathCityMap-System heute in zwei Beiträgen vorgestellt:

Ana Barbosa und Isabel Vale, Partner in unserem Erasmus+Projekt MaSCE³, präsentierten eine Studie zur Einstellung von Grundschullehrkräften zu digitalen Medien, genauer gesagt zum Unterricht mit MathCityMap. Der zugehörige Beitrag wurde in den MEDA-Proceedings veröffentlicht (S. 135-142).

Simon Barlovits, Mitarbeiter im Frankfurter MathCityMap-System, erläuterte in seiner Präsentation den Einsatz von themenbasierten MathCitMap-Mathtrails. Im Beitrag (gemeinsam mit Moritz Baumann-Wehner und Matthias Ludwig) wird zudem ein Leitfaden zur Erstellung themenbasierter Trails vorgelegt. Der Beitrag findet sich in den MEDA-Proceedings auf den Seiten 143-150.

Kaum zu glauben, aber die drei MoMaTrE-Projektjahre gehen am Montag zu Ende. Um die Outputs und Ergebnisse rechtzeitig fertigzustellen, haben wir uns in der vergangenen Woche mit den Partnern zum Abschlussmeeting in Lissabon getroffen. Alle sieben Outputs konnten erfolgreich fertiggestellt und auf der MoMaTrE-Projektwebseite www.momatre.eu im Bereich „The Project“ hochgeladen werden.

Neben intensiven Arbeitsphasen haben wir vor Ort Aufgaben angelegt und die portugiesische Kultur bei Fado-Musik wertgeschätzt. Unser herzliches Dankeschön geht an alle involvierten Partner, ihre Ideen und ihr Engagement in den letzten Jahren. Es war eine tolle Zeit, in der wir sehr viel für die europäische Mathtrail-Community erreicht haben!

Das Seminar „Mathtrails – Der Outdoor-Mathematikunterricht wird digitalisiert!“ der Goethe-Universität Frankfurt wurde als eines von 13 Projekten von der MINTchallenge des Stifterverbandes für exzellente digitale Lehre während der Corona-Pandemie ausgezeichnet. Im Seminar stellten unsere Projektmitarbeiter Iwan Gurjanow und Simon Barlovits Lehramtsstudierenden das MathCityMap-System vor. Die während des Seminars entstandenen Mathtrails präsentieren wir aktuell in der Rubrik „Getestete Trails im Rhein-Main-Gebiet“.

Mit der MINTchallenge unter dem Motto Mit Abstand studieren“ präsentiert der Club MINT des Stifterverbandes „digitale Lehr- und Lernformate präsentieren, die es den Studierenden ermöglichen, das MINT-Studium während der Corona-Pandemie fortzusetzen, und langfristig eine bereichernde Ergänzung des MINT-Studiums darstellen. Die Club-MINT-Challenge ist mit mehr als 150 Bewerbungen auf große Resonanz gestoßen und zeigt, dass die MINT-Studiengänge das digitale Semester mit kreativen und innovativen Ideen gemeistert haben.“ Hier geht’s zur Website des Stifterverbandes.

Wir freuen uns sehr darüber, dass unser Mathtrail-Seminar durch den Stifterverband ausgezeichnet wurde!

Am 20. Juli war es soweit: Sanne Kleinhenz, Schülerin am Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt, legte im Rahmen eines Schulprojektes die 15.000 Aufgabe im MathCityMap-Portal an. Nach den Sommerferien werden die Schülerinnen und Schüler drei Trails in Bad Neustadt veröffentlichen. Wir sind schon gespannt! Im Folgenden erläutert uns Sanne Kleinhenz, wie MathCityMap an Ihrer Schule eingesetzt wird.

Liebe Sanne, wie hast du MathCityMap kennengelernt? Wie setzt ihr MCM in der Schule ein?

Ich bin Schülerin am Rhön-Gymnasium und wir arbeiten im P-Seminar mit MathCityMap. Das Projekt-Seminar in Bayern soll Oberstufenschülerinnen und -schüler auf die Studien- und Berufswahl vorbereiten. Im P-Seminar geht es generell darum, dass wir lernen, eigenständig und in Gruppen zu arbeiten. Wir (14 Schüler/innen) haben uns für das P-Seminar mit dem Namen MathCityMap (Leitfach Mathematik) entschieden. Zuerst haben wir uns mit der App und Website vertraut gemacht, indem wir zusammen einen kleinen Trail durch unser Schulhaus erstellt haben.

Aufgeteilt in drei Gruppen haben wir Aufgaben an verschiedenen Orten in Bad Neustadt erstellt. Dabei sollte es nicht darum gehen, dass jeder alleine seine Aufgaben macht, sondern dass wir zusammenarbeiten und zum Schluss drei abwechslungsreiche Trails haben. Vor den Sommerferien haben wir alle Aufgaben erstellt (jeder Schüler drei). Im neuen Schuljahr werden wir zusammen besprechen, welche Aufgaben in die Trails kommen und ob sie noch verbessert werden müssen.

Mit MathCityMap zu arbeiten eignet sich sehr gut für unser P-Seminar, weil am Anfang viel zusammen geplant werden muss, danach eigenständig die Aufgaben erstellt werden und es notwendig ist sich währenddessen ständig mit seinen Mitschülern auszutauschen.

Nun aber zur 15.000. Aufgabe – die Fragestellung der Aufgabe „Schuhgröße der Statue“ lautet: Schuhgrößen können mithilfe des Pariser Stichs bestimmt werden. Die Anzahl der benötigten Pariser Stiche für die Länge des Fußes ist die Schuhgröße. Ermittle die Schuhgröße der Statue und runde dein Ergebnis auf ganze Zahlen. ( 1 Pariser Stich = 2/3 cm). Was ist die Idee hinter der 15.000 Aufgabe bei MCM „Schuhgröße der Statue”?

Da diese Aufgabe wahrscheinlich die erste des Trails ist, soll sie als einfacher Einstieg dienen. Damit die Schüler von der Aufgabenstellung nicht verwirrt und gleich überfordert sind, soll der erste Hinweis deutlich machen, was der erste Schritt ist. Zuerst braucht man die Länge des Fußes, das heißt man muss ihn messen. Der erste Hinweis soll also zeigen, dass es einfacher ist, eine Aufgabe in Schritten zu lösen.

Um eine Aufgabe richtig lösen zu können, muss man immer verstehen, was genau verlangt ist. Der zweite Hinweis soll den Schülern auf die Sprünge helfen, wenn sie nicht wissen, was gefragt ist. Danach fehlt nur noch das tatsächliche Lösen der Aufgabe. Besonders schön bei dieser Aufgabe ist, dass sie auf verschiedene Weisen gelöst werden kann. Wie im letzten Hinweis angegeben, kann der Dreisatz verwendet werden. Ein anderer Gedankengang ist aber auch möglich (angedeutet im 2. Hinweis): Man fragt sich wie viele Pariser Stiche in die Fußlänge passen, also die Länge geteilt durch den Pariser Stich.

Die zu untersuchende Statue hat eine Fußlänge von 39 cm. Über den Dreisatz (oder durch die Division von Fußlänge durch Pariser Stich) kann nun berechnet werden, dass dies ca. der Schuhgröße 59 entspricht.

Im Juni konnten wir den Beitritt des 5.000 Nutzers zur MCM-Community feiern, nun sind es bereits 5260 Nutzer. In den vergangenen zwei Wochen wurden zudem 381 neue Aufgaben angelegt, sodass wir nun insgesamt bereits 15.381 Aufgaben zählen (Stand: 04.08.2020).

Das MathCityMap-Team bedankt sich bei allen Nutzerinnen und Nutzern für Ihre vielfältigen Ideen. Wir freuen uns auf zahlreiche weitere Aufgaben und Trails!

Am Montag vermaßen, rechneten und zählten Iwan und Simon aus dem MathCityMap-Team Frankfurt (Das sind wir: Über Uns) im schönen Bingen am Rhein sowie in Groß-Gerau.

Im Rahmen des Mathtrail-Seminars an der Goethe-Universität Frankfurt, welches von Iwan und Simon betreut wird, haben Studierende einen eigenen Trail an ihrem Wohnort angelegt. Auch gehört eine gegenseitige Überprüfung der Aufgaben zum Seminar: Sowohl bei „alten MCM-Hasen“ als auch bei „MCM-Neueinsteigern“ lohnt sich ein zweiter Blick auf die Aufgabe, um z.B. das Lösungsintervall anzupassen, die Hinweise zu verbessern oder die Aufgabenstellung zu klarifizieren.

Wir hatten viel Spaß beim Bearbeiten der beiden Trails und freuen uns auf deren baldige Veröffentlichung!

Die Litfaßsäule hat Geburtstag! Heute vor 165 Jahren wurde in Berlin die erste Litfaßsäule aufgestellt. Die Werbesäule hat sich durchgesetzt – und prägt bis heute das Stadtbild.

Auch aus mathematischer Perspektive ist die Litfaßsäule natürlich interessant: Neben der Berechnung des Volumens oder der Mantelfläche des Kreiszylinders, kann auch die Frage nach der maximalen Anzahl von Werbeplakaten gestellt werden, wie in dieser Beispielaufgabe:

Litfaßsäule an der Commerzbank:
Wie viele DIN A0 Plakate kann man hochkant und überschneidungsfrei an der Litfaßsäule anbringen? DIN A0: Breite = 84cm; Höhe = 119cm

Um diese Frage zu beantworten, müssen Lernende – anders als intuitiv vielleicht vermutet – nicht die Mantelfläche berechnen und durch die Plakatfläche teilen. Vielmehr wird bei dieser Aufgabe die Einsicht gewonnen, dass zur Berechnung der Plakatanzahl lediglich die Höhe sowie der Umfang der Litfaßsäule gemessen werden muss [Lernende sind hier oftmals von der tatsächlichen Größe des Umfangs überrascht]. Anschließend wird die Höhe der Litfaßsäule durch die Höhe des Plakats [Anzahl Plakatreihen] sowie der Umfang der Säule durch die Breite des Plakats [Anzahl der Plakate pro Reihe] geteilt. Das Produkt beider Rechnungen entspricht der Anzahl der anbringbaren Plakate. Falls die Plakate auch quer aufgehangen werden dürfen, muss die beschriebene Rechnung noch einmal wiederholt werden, um die maximale Anzahl zweifelsfrei bestimmen zu können.

Und nun das Beste: Für die Litfaßsäulen-Aufgabe stellt MathCityMap eine vorbereitete Vorlage, eine sogenannte Wizard-Aufgabe, zur Verfügung.

Die mathematische Begabtenförderung unserer Jungen Mathe-Adler Frankfurt verabschiedet sich mit ein Eltern-Kind-Mathtrails in die Sommerpause. Bei bestem Wetter rätselten Kinder und Erwachsene um die Wette!

Am 22.06.2020 und 29.06.2020 waren die traditionellen Mathe-Adler-Exkursionen mit MathCityMap geplant. Der Trail auf dem Campus Westend war schon lange fertig, aber durch Corona konnten wir erst kurz vor den Terminen entscheiden: Die Exkursionen konnten erfreulicherweise vor Ort und in Kleingruppen stattfinden.

Somit ging es an den letzten beiden Montagen auf mathematische Schnitzeljagd. Mauern, Treppen, Gebäude, Lagepläne und Sitzbänke. Viele Objekte auf dem Campus wurden in Matheaufgaben verwandelt. Nicht nur die Mathe-Adler, auch die Eltern hatten viel Spaß beim Rätseln.

Unser Mathe-Adler-Team um MCM-Educatorin Simone und Steffe  freut sich schon auf ein Wiedersehen im September!

Projekttage der Carl Zuckmayer Realschule Plus und FOS Nierstein
24.06.- 27.06.2019 / Jahrgangsstufe: 5./6.Klasse

Im Nachfogenden berichtet Melis Yaren, Mathematiklehrerin an der Carl-Zuckmayer Realschule über die MathCityMap-Projektwoche 2019. Ein kurzes Video zur Projektwoche finden Sie hier (Link zu Facebook).

Die Vorbereitung – Erstellen des Trails & eines Medienkonzepts:
Der ehemaliger Mathe-Fachleiter und jetziger Konrektor in der Schule Matthias Back-Schück gab den Anstoß, die MathCityMap-App im Rahmen einer Projektwoche einzusetzen. Matthias Ludwig, mein ehemaliger Professor im Lehramtstudium, hat die Materialien der MCM für mich sofort zur Verfügung gestellt und sein Team gebeten, mir hierbei Unterstützung zu leisten. Mit Joerg Zender (MathCityMap-Educator) habe ich mich in unserer Schule in Nierstein getroffen, wobei er mir viele Tipps beim Erstellen des Mathtrails auf unserem Schulgelände gegeben hat. Hier geht’s zur Route „Carl Zuckmayer Realschule Plus und FOS Nierstein„.

Beim Vorbereitungstag haben wir alle technische Sachen kontrolliert, wie z.B. ob die App bei allen Geräten funktioniert, die Route mit dem Code richtig installiert ist und die Akkus der iPads aufgeladen sind. In der Zeit haben wir auch thematisiert, wie die Kinder mit digitalen Geräten vorsichtig und bewusst umgehen können. Alle Regeln haben wir am dem Tag schriftlich festgehalten. (Pausen, iPad Regeln, Verhaltensregeln im Schulgelände, Arbeitsaufträge in der Gruppe, Funktionen der App (Hinweise, Eingeben der Lösungen). Neben den mathematischen Kompetenzen wurden dabei auch die andere Kompetenzen der Schüler gefördert, wie z.B. Sozialkompetenz, Medienkompetenz, Rolle in einem Team.

Die Durchführung – Mathe im Freien mit MathCityMap:
Die Projekttage habe ich so aufgeteilt, dass ich mit den Kindern die Aufgaben sinnvoll und intensiv vor- und nachbereiten konnte. Am ersten Projekttag haben die Schüler die App kennengelernt und eine Probe mit den iPads gemacht, wie sie damit draußen am besten umgehen und wie sie bei den Figuren mathematisch denken konnten, weil es bei manchen Schülern im ersten Blick nicht einfach war, die Aufgaben im realen Leben aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen.

Die Art der Aufgaben und dazugehörigen Lösungen sollten die Lernvoraussetzungen der SuS erfüllen. Mathematisch fachlicher Teil bzw. Themen der Aufgaben habe ich vorher mit den Schülern geübt. Der Vorbereitungstag ist auch gelungen, die Lerninhalte der Aufgaben wurden wiederholt. Das Lerntempo und die Leistung der Schüler in der Projektgruppe waren relativ unterschiedlich. Deshalb habe ich versucht, die Gruppen so aufzuteilen, dass leistungsstarke Kinder mit den Leistungsschwachen in der selben Gruppe waren und sich gegenseitig helfen konnten. Schüler helfen Schüler Methode und Aufteilung der Arbeitsaufträge in der Gruppe haben sehr gut funktioniert. Einer hat getippt, einer hat gemessen und einer hat die Aufgaben schriftlich gelöst 🙂

Am zweiten Projekttag haben die Schüler die Aufgaben draußen gelöst, wobei ein netter Konkurrenzkampf entstanden ist und die Route vollständig mit all den Stationen abgeschlossen werden konnte.

Bei MCM finde ich Gamification für die Schüler sinnvoll, damit sie in Gruppen gegeneinander um Punkte mathtrailen, um zu gewinnen und dabei spielerisch lernen. Objektives Belohnungssystem in der App hat die Schüler gegenseitig sehr motiviert.

Die Nachbereitung – Vergleich der Lösungswege:
Am Nachbereitungstag haben wir die verschiedenen Lösungswege der Schüler im Klassenraum verglichen, diskutiert und weitere Vorschläge gemeinsam entwickelt. Deshalb war auch wichtig, dass die Schüler die Aufgaben zusätzlich schriftlich festhalten sollten. Die Fehlerquellen sollten immer am Nachbereitungstag lokalisiert, verbessert und für die Schüler klar gemacht werden. Der wichtigste Punkt ist, dass die iPads natürlich GPS Verbindung haben. Internet braucht man für die Lehrkraft, damit sie die Gruppen im digitalen Klassenzimmer gleichzeitig mitverfolgen und die Ergebnisse der Gruppen im Anschluss speichern können.

Das Fazit – Mathematik neu entdecken:
Einfach rausgehen und Mathematik bei den Figuren entdecken zu können, war die beste  und tolle Erfahrung für die Schüler und auch für mich selbst als Mathelehrerin!!

Was sehr gut ankam war es eine Alternative zum Standardlernen in der Klasse mit Schulbuchaufgaben zu bieten. Die Schüler wollen mit der neuen Technologie arbeiten und die Digitalisierung auch im Schulleben erleben können. Die Lernenden nannten zudem das Lernen in Kleingruppen, direktes Feedback und schnelle Hinweise zu Lösungen als Vorteile der App. Es war praktisch, motivierend, nicht langweilig, draußen spielerisch Mathe zu machen!