Rückblick 2019: Projektwoche zu MathCityMap

Projekttage der Carl Zuckmayer Realschule Plus und FOS Nierstein24.06.- 27.06.2019 / Jahrgangsstufe: 5./6.Klasse Im Nachfogenden berichtet Melis Yaren, Mathematiklehrerin an der Carl-Zuckmayer Realschule über die MathCityMap-Projektwoche 2019. Ein kurzes Video zur Projektwoche finden Sie hier (Link zu Facebook). Die Vorbereitung – Erstellen des Trails & eines Medienkonzepts:Der ehemaliger Mathe-Fachleiter und jetziger Konrektor in der Schule […]

Projekttage der Carl Zuckmayer Realschule Plus und FOS Nierstein
24.06.- 27.06.2019 / Jahrgangsstufe: 5./6.Klasse

Im Nachfogenden berichtet Melis Yaren, Mathematiklehrerin an der Carl-Zuckmayer Realschule über die MathCityMap-Projektwoche 2019. Ein kurzes Video zur Projektwoche finden Sie hier (Link zu Facebook).

Die Vorbereitung – Erstellen des Trails & eines Medienkonzepts:
Der ehemaliger Mathe-Fachleiter und jetziger Konrektor in der Schule Matthias Back-Schück gab den Anstoß, die MathCityMap-App im Rahmen einer Projektwoche einzusetzen. Matthias Ludwig, mein ehemaliger Professor im Lehramtstudium, hat die Materialien der MCM für mich sofort zur Verfügung gestellt und sein Team gebeten, mir hierbei Unterstützung zu leisten. Mit Joerg Zender (MathCityMap-Educator) habe ich mich in unserer Schule in Nierstein getroffen, wobei er mir viele Tipps beim Erstellen des Mathtrails auf unserem Schulgelände gegeben hat. Hier geht’s zur Route „Carl Zuckmayer Realschule Plus und FOS Nierstein„.

Beim Vorbereitungstag haben wir alle technische Sachen kontrolliert, wie z.B. ob die App bei allen Geräten funktioniert, die Route mit dem Code richtig installiert ist und die Akkus der iPads aufgeladen sind. In der Zeit haben wir auch thematisiert, wie die Kinder mit digitalen Geräten vorsichtig und bewusst umgehen können. Alle Regeln haben wir am dem Tag schriftlich festgehalten. (Pausen, iPad Regeln, Verhaltensregeln im Schulgelände, Arbeitsaufträge in der Gruppe, Funktionen der App (Hinweise, Eingeben der Lösungen). Neben den mathematischen Kompetenzen wurden dabei auch die andere Kompetenzen der Schüler gefördert, wie z.B. Sozialkompetenz, Medienkompetenz, Rolle in einem Team.

Die Durchführung – Mathe im Freien mit MathCityMap:
Die Projekttage habe ich so aufgeteilt, dass ich mit den Kindern die Aufgaben sinnvoll und intensiv vor- und nachbereiten konnte. Am ersten Projekttag haben die Schüler die App kennengelernt und eine Probe mit den iPads gemacht, wie sie damit draußen am besten umgehen und wie sie bei den Figuren mathematisch denken konnten, weil es bei manchen Schülern im ersten Blick nicht einfach war, die Aufgaben im realen Leben aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen.

Die Art der Aufgaben und dazugehörigen Lösungen sollten die Lernvoraussetzungen der SuS erfüllen. Mathematisch fachlicher Teil bzw. Themen der Aufgaben habe ich vorher mit den Schülern geübt. Der Vorbereitungstag ist auch gelungen, die Lerninhalte der Aufgaben wurden wiederholt. Das Lerntempo und die Leistung der Schüler in der Projektgruppe waren relativ unterschiedlich. Deshalb habe ich versucht, die Gruppen so aufzuteilen, dass leistungsstarke Kinder mit den Leistungsschwachen in der selben Gruppe waren und sich gegenseitig helfen konnten. Schüler helfen Schüler Methode und Aufteilung der Arbeitsaufträge in der Gruppe haben sehr gut funktioniert. Einer hat getippt, einer hat gemessen und einer hat die Aufgaben schriftlich gelöst 🙂

Am zweiten Projekttag haben die Schüler die Aufgaben draußen gelöst, wobei ein netter Konkurrenzkampf entstanden ist und die Route vollständig mit all den Stationen abgeschlossen werden konnte.

Bei MCM finde ich Gamification für die Schüler sinnvoll, damit sie in Gruppen gegeneinander um Punkte mathtrailen, um zu gewinnen und dabei spielerisch lernen. Objektives Belohnungssystem in der App hat die Schüler gegenseitig sehr motiviert.

Die Nachbereitung – Vergleich der Lösungswege:
Am Nachbereitungstag haben wir die verschiedenen Lösungswege der Schüler im Klassenraum verglichen, diskutiert und weitere Vorschläge gemeinsam entwickelt. Deshalb war auch wichtig, dass die Schüler die Aufgaben zusätzlich schriftlich festhalten sollten. Die Fehlerquellen sollten immer am Nachbereitungstag lokalisiert, verbessert und für die Schüler klar gemacht werden. Der wichtigste Punkt ist, dass die iPads natürlich GPS Verbindung haben. Internet braucht man für die Lehrkraft, damit sie die Gruppen im digitalen Klassenzimmer gleichzeitig mitverfolgen und die Ergebnisse der Gruppen im Anschluss speichern können.

Das Fazit – Mathematik neu entdecken:
Einfach rausgehen und Mathematik bei den Figuren entdecken zu können, war die beste  und tolle Erfahrung für die Schüler und auch für mich selbst als Mathelehrerin!!

Was sehr gut ankam war es eine Alternative zum Standardlernen in der Klasse mit Schulbuchaufgaben zu bieten. Die Schüler wollen mit der neuen Technologie arbeiten und die Digitalisierung auch im Schulleben erleben können. Die Lernenden nannten zudem das Lernen in Kleingruppen, direktes Feedback und schnelle Hinweise zu Lösungen als Vorteile der App. Es war praktisch, motivierend, nicht langweilig, draußen spielerisch Mathe zu machen!

Mathe.Entdecker: Konstanz neu vermessen

Im vergangenen Oktober besuchte das MathCityMap-Team aus Frankfurt die Stadt Konstanz. Am Bodensee legt unser Team insgesamt 14 neue Trails an, welche heute veröffennlicht werden! Mit Unterstützung der Stiftung Rechnen und der Stadt Konstanz haben wir Mathe.Entdecker-Pfade für Klassen und Familien im wunderschönen Konstanz angelegt. Unter den folgenden Links können Sie die Beschreibung unserer Trails […]

Im vergangenen Oktober besuchte das MathCityMap-Team aus Frankfurt die Stadt Konstanz. Am Bodensee legt unser Team insgesamt 14 neue Trails an, welche heute veröffennlicht werden!

Mit Unterstützung der Stiftung Rechnen und der Stadt Konstanz haben wir Mathe.Entdecker-Pfade für Klassen und Familien im wunderschönen Konstanz angelegt. Unter den folgenden Links können Sie die Beschreibung unserer Trails auf der Website der Stiftung Rechnen bzw. auf der Homepage der Marketing und Tourismus Konstanz GmbH aufrufen.

Die Mathtrails führen rund um den Konstanzer Hafen, entlang der Rheinpromenade, durch die Innenstadt oder durch das Paradiesviertel. Zudem entstand ein „Grenztrail“ an der deutsch-schweizerischen Grenze. Die große Eröffenung mit Schulklassen, welche die Mathtrails ausprobieren, musste jedoch aufgrund der Corona-Pandemie entfallen.

Nachfolgend listen wir all unsere erstellten Trails in Konstanz auf. Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

 

Name inkl. Link

Code

Dauer | Wegstrecke

Konstanz Innenstadttrail

672257

2h 10 min | 1.400 m

Konstanz Hafentrail

022256

2h 20 min | 1.100 m

Konstanz Grenztrail

492255

2h 10 min | 1.700 m

Ein Nachmittag in Konstanz

352258

4h 20 min | 3.400 m

Mathe für Entdecker – Klasse 3/4

472261

1h 30 min | 1.000 m

Konstanz Familie – Klasse 3/4

452260

2h 50 min | 3.400 m

Mathe am Rhein – Klasse 5/6

472262

2h 20 min | 2.200 m

Quer durch KonstanzKlasse 5/6

092264

2h 10 min | 1.500 m

Konstanz Familie – Klasse 5/6

562263

3h 00 min | 3.300 m

Mathe im Paradies – Klasse 7/8

292265

1h 40 min | 1.300 m

Quer durch Konstanz – Klasse 7/8

072277

2h 10 min | 1.500 m

Mathe am Rhein Klasse 7/8

192276

1h 50 min | 700 m

Mathe am Rhein Klasse 9/10

132259

2h 10 min | 1.400 m

Mathe im Paradies – Klasse 9/10

132267

2h 40 min | 1.900 m

MathCityMap feiert den 5.000 Nutzer!

Unsere Community wächst stetig: Heute vor einer Woche registrierte sich Lorenzo Salucci, ein Lehramtstudierender aus Luxemburg, als 5.000 User in unserem Portal. Insgesamt konnten wir in diesem Jahr – trotz Corona – bereits über 1.000 neue Nutzer bei MCM begrüßen. Mit unserem „Jubiläums-Nutzer“ Lorenzo Salucci haben wir ein Interview über das MathCityMap-System geführt. Herr Salucci, […]

Unsere Community wächst stetig: Heute vor einer Woche registrierte sich Lorenzo Salucci, ein Lehramtstudierender aus Luxemburg, als 5.000 User in unserem Portal. Insgesamt konnten wir in diesem Jahr – trotz Corona – bereits über 1.000 neue Nutzer bei MCM begrüßen. Mit unserem „Jubiläums-Nutzer“ Lorenzo Salucci haben wir ein Interview über das MathCityMap-System geführt.

Herr Salucci, Sie sind Student an einer Luxemburger Hochschule. Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen? Wie wird es in der Uni eingesetzt?

Genau, ich bin Student an der Université du Luxembourg und studiere dort Lehramt. Ich bin in unserem Mathematikkurs „Didaktik der Mathematik“ auf das MathCityMap-Projekt gestoßen. In unserem Kurs wird das Projekt wegen der Covid-19 Pandemie als Klausurersatz eingesetzt, wir müssen nämlich in kleinen Gruppen einen Mathtrail in der Nähe von Grundschulen bei uns in Luxemburg erstellen. Diese werden dann von unseren Dozenten und Mitstudierenden bewertet.

Konnten Sie bereits erste praktische Erfahrungen mit MCM sammeln? Was erwarten bzw. versprechen Sie sich von der MCM-Nutzung im Schulalltag?

Persönlich hatte ich leider noch nicht die Gelegenheit, einen Trail abzulaufen, jedoch habe ich geplant in den nächsten Wochen einen Mathtrail auszuprobieren. Ich glaube, dass der Einsatz von einer MCM es ermöglicht, den Schüler*innen die Mathematik in der Außenwelt näher zu bringen. Die Mathematik hat den Ruf, dass es in der Schule nur sehr theoretisch unterrichtet wird. Jedoch hat man durch die MCM die Möglichkeit, Sachaufgaben und andere mathematisch Rätsel in reale Alltagssituationen miteinzubringen.

Sie haben bereits eigene Aufgaben angelegt. Worum geht es da genau?

Gemeinsam mit zwei Kollegen haben wir bereits einen eigenen Trail angelegt.  Unser Trail „Mathematik Trail nahe der Scheierhaff-Schule” (Code: 452734) befindet sich auf dem Grundstück von der Grundschule „Scheierhaff“ in Soleuvre, Luxemburg. Eine Aufgabe aus diesem Trail befindet sich im Pausenhof des Kindergartens, das Objekt um das es sich bei der Aufgabe handelt ist ein Hochbeet. Beim mathematischen Thema dieser Aufgabe handelt es sich um das Volumen. Die Schüler*innen sollen nämlich den Volumen von diesem Hochbeet errechnen. Eine Forderung von unserem Dozent ist es, dass wir den Schülern zwei Tipps zur Lösung der Aufgabe geben, deswegen haben wir uns entschieden den Kindern die Formel zum Volumen (Volumen= Länge x Breite x Höhe) und wir haben ihnen den Hinweis gegeben, dass 1 Meter 100 Zentimeter entsprechen.

Mehr als 14.000 Aufgaben wurden von nun mehr als 5.000 Nutzern in den vergangenen vier Jahren anlegt. Super – und ein großes Dankeschön an alle aktiven Nutzer unseres Systems!

Beiträge zur ROSETA-Konferenz

Die Beiträge zur ROSETA-Konferenz sind nun veröffentlicht! Wir freuen uns sehr, dass die Beiträge zur ROSETA-Konferenz (Research on Outdoor STEM Education in the digiTal Age) nun unter folgendem Link abgerufen werden können: https://doi.org/10.37626/GA9783959871440.0 Die Konferenz wurde im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts MoMaTrE geplant. Alle MathCityMap-bezogenen Beiträge in unserem ROSETA-Proceedings können separat über die hinzugefügten doi-Links heruntergeladen […]

Die Beiträge zur ROSETA-Konferenz sind nun veröffentlicht! Wir freuen uns sehr, dass die Beiträge zur ROSETA-Konferenz (Research on Outdoor STEM Education in the digiTal Age) nun unter folgendem Link abgerufen werden können: https://doi.org/10.37626/GA9783959871440.0


Die Konferenz wurde im Rahmen unseres Erasmus+-Projekts MoMaTrE geplant. Alle MathCityMap-bezogenen Beiträge in unserem ROSETA-Proceedings können separat über die hinzugefügten doi-Links heruntergeladen werden.

 

Alle Artikel mit Bezug zu MathCityMap können auch über die nachfolgenden Links heruntergeladen werden:

Neue Unterseiten: Kontakt & Über uns

Es gibt nun drei neue Unterseiten auf mathcitymap.eu: Über uns Erfahrt wer hinter dem MathCityMap-Projekt steht und wie diese Leute eigentlich aussehen. In nächster Zeit werden wir nach und nach unsere europäischen Partner ergänzen. Zur Seite. Kontakt Ihr möchtet mit uns in Kontakt treten? Kein Problem! Füllt einfach das Kontaktformular aus oder sendet uns eine […]

AllgemeinPatch Notes

Es gibt nun drei neue Unterseiten auf mathcitymap.eu:

Über uns

Erfahrt wer hinter dem MathCityMap-Projekt steht und wie diese Leute eigentlich aussehen. In nächster Zeit werden wir nach und nach unsere europäischen Partner ergänzen. Zur Seite.

Kontakt

Ihr möchtet mit uns in Kontakt treten? Kein Problem! Füllt einfach das Kontaktformular aus oder sendet uns eine E-Mail. Hier geht’s lang.

Issue Library (Fehlerbibliothek)

Ihr habt einen Fehler auf der Seite entdeckt oder habt Vorschläge wie vorhandene Abläufe verbessert werden können? Schreibt eure Ideen direkt in die Issue Library. Im Idealfall beschreibt ihr das Problem möglichst ausführlich und hängt noch einen Screenshot an.

Dieses Feature steht nur für eingeloggte User zur Verfügung.

Veränderte Navigationsstruktur

Die Navigationsstruktur der Seite hat sich leicht geändert. Sie sieht nun wie folgt aus:

  • Öffentliche Navigation (links): Die öffentliche Navigation enthält alle Links, die öffentlich – also ohne Login – zugänglich sind.
  • User-Navigation (links unten): Unterhalb der öffentlichen Navigation befindet sich die User-Navigation und enthält Links zum Account, zur Issue Library und für die Übersetzer auch den Link zu den Übersetzungen.
  • Footer-Navigation: Ganz unten befindet sich nun eine Footer-Navigation mit den Links zum Impressum und Datenschutz sowie zu den Projekten MoMaTrE und MaSCE³.

MathCityMap-Seminar an der Goethe-Universität

Trotz Coronakrise freuen wir uns, mit Studierenden der Goethe-Universität spannende Einblicke in außerschulisches Lernen, den Einsatz digitaler Medien sowie die Nutzung von MathCityMap zu gewinnen. In diesem Video erklären Lehramtsstudierende, was sie von unserem MathCityMap-Seminar im Sommersemester 2020 erwarten. Hier geht’s zum YouTube-Video!

Trotz Coronakrise freuen wir uns, mit Studierenden der Goethe-Universität spannende Einblicke in außerschulisches Lernen, den Einsatz digitaler Medien sowie die Nutzung von MathCityMap zu gewinnen.

In diesem Video erklären Lehramtsstudierende, was sie von unserem MathCityMap-Seminar im Sommersemester 2020 erwarten.

Hier geht’s zum YouTube-Video!

App-Update: Wir stellen die neuen Features vor!

Nachdem wir Anfang Mai unser neue MCM-Webportal einweihen konnten, gibt es nun auch ein neues App-Update. Im Folgenden beschreiben wir unsere neuen Features: Neue Funktionen: Unser Onboarding führt mit wenigen Clicks ins System ein: Mit Hilfe unserer Erklärungen gelingt der Start in die Welt von MathCityMap nun noch einfacher (Foto 1). Der Autorenbereich ist nun […]

AllgemeinPatch Notes

Nachdem wir Anfang Mai unser neue MCM-Webportal einweihen konnten, gibt es nun auch ein neues App-Update. Im Folgenden beschreiben wir unsere neuen Features:

Neue Funktionen:

  • Unser Onboarding führt mit wenigen Clicks ins System ein: Mit Hilfe unserer Erklärungen gelingt der Start in die Welt von MathCityMap nun noch einfacher (Foto 1).
  • Der Autorenbereich ist nun verfügbar: Mit der MathCityMap-App können registrierte Nutzer Aufgaben von unterwegs per Smartphone oder Tablet anlegen. Hierbei ist es möglich, entweder eine komplette Aufgabe analog zum Webportal anzugelegen oder einen kurzen Entwurf vorzubereiten, welcher später jederzeit weiterbearbeitet werden kann (Fotos 2 bis 6).
  • Der Chat im Digitalen Klassenzimmer (hier geht’s zum Handbuch) wurde erweitert: Nun ist es neben klassischen Textnachrichten auch möglich, Sprachnachrichten oder Bilder zu verschicken. Somit können Lehrkräfte Lernende noch besser und gezieltere via Chat unterstützen.

Die neue App-Version kann hier für Android (Google Play Store) oder hier für Apple iOS heruntergeladen werden. Wir wünschen viel Spaß mit den neuen Funktionen!

Auch weiterhin gilt natürlich: Mit der MathCityMap-App können Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Einzelpersonen die eigene Umwelt aus einem mathematischen Blickwinkel neu entdecken: Mathematische Wanderpfade, sogenannte Mathtrails, können mit Hilfe der MathCityMap-App auf der ganzen Welt abgelaufen werden. Denn überall gibt es eine Vielzahl mathematisch interessanter Objekte!

MathCityMap verbindet das Bearbeiten von Mathtrails mit den Möglichkeiten moderner Technologien wie beispielsweise GPS-Lokalisierung zu Orientierungszwecken, einem Unterstützungssystem durch gestufte Hinweise sowie einem Feedbacksystem. Mathtrails, welche einmal heruntergeladen wurden, können auch im Offline-Modus verwendet werden. Die App ist in elf verschiedenen Sprachen, darunter deutsch, englisch, spanisch, italienisch und französisch, verfügbar.

Auf unserer Website können Sie nach einer kostenlosen Registrierung selbst aktiv werden und Ihre eigenen Aufgaben und Mathtrails angelegt erstellen.

Webportal & App werden durch die Arbeitsgruppe MATIS 1 am Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelt. Aufgrund Förderungen im Rahmen der Erasmus+Projekte MoMaTrE und MaSCE³ können wir die App kosten- & werbefrei sowie Datenschutz-konform zur Verfügung stellen.

MaSCE³-Treffen im Virtuellen Raum

Am 18.05./19.05. fand das MaSCE³-Treffen zu den technischen Weiterentwicklungen von MathCityMap statt. Leider war ein persönliches Treffen aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen nicht möglich, sodass wir in den virtuellen Raum umgezogen sind. Neben dem MathCityMap-Team der Goethe-Universität Frankfurt nahmen auch unsere Projektpartner der Universitäten Lyon (Frankreich), Tallinn (Estland) und der Hochschule Offenburg (Baden-Württemberg) teil. Weiterhin […]

Am 18.05./19.05. fand das MaSCE³-Treffen zu den technischen Weiterentwicklungen von MathCityMap statt. Leider war ein persönliches Treffen aufgrund der Kontakt- und Reisebeschränkungen nicht möglich, sodass wir in den virtuellen Raum umgezogen sind.

Neben dem MathCityMap-Team der Goethe-Universität Frankfurt nahmen auch unsere Projektpartner der Universitäten Lyon (Frankreich), Tallinn (Estland) und der Hochschule Offenburg (Baden-Württemberg) teil. Weiterhin wurden wir tatkräftig von den Berliner App-Entwicklerinnen und -Entwicklern von autentek unterstützt.

Die Entwicklung des Digitalen Klassenzimmers als ein Resultat von MaSCE³ ist nahezu abgeschlossen. Das Digitale Klassenzimmer bietet Lehrkräften die Möglichkeit, eine zeitlich begrenzte Lernumgebung zu kreieren. Neben der Auflistung aller Ereignisse (u.a. Aufrufen von Hinweisen, Eingabe von Antworten) stellt insbesondere die Chatfunktion einen hohen Mehrwert für die Lehrkräfte da: Gerade in der Corona-Zeit hat sich dieses Werkzeug als sehr nützlich erwiesen und wird für MathCityMap@home auch häufig genutzt.

In den Gruppenarbeiten haben wir zudem über die Einbindung von virtuellen Elementen in das MathCityMap-System sowie über weitere Aufgabenformate besprochen. Die Nutzung von virtuellen Elementen ermöglicht völlig neue Fragestellungen und Themenbereiche. So wird es für die Lehrkraft zum Beispiel möglich sein, zu realen Objekten weitere virtuelle Informationen hinzuzufügen, welche die Schülerinnen und Schüler dann mit der Kamera in der MathCityMap-App abrufen können. Somit können in Zukunft auch statistische Aufgaben gestellt werden. Als neues Aufgabenformate sind Unteraufgaben geplant. Dadurch können komplexere Aufgaben noch besser strukturiert werden, ferner können die einzelnen Lösungsschritte validiert werden.

Der obligatorische Mathtrail musste beim Technical Meeting leider entfallen. Wir hoffen jedoch auf eine baldige Möglichkeit, uns auch wieder in Person zu treffen und werden dann natürlich gemeinsam wieder einen Mathtrail ablaufen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Partnerinstitutionen für das produktive Projekttreffen!

Aufgabe der Woche: Der schöpfende Dümpfelschöpfer

Unsere neue Aufgabe der Woche führt uns oberfränkische Lichtenfels. Dort hat Gymnasiallehrer Jörg Hartmann die Aufgabe „Der schöpfende Dümpfelschöpfer“ erstellt und uns einige Fragen zu dieser interessanten Aufgabe beantwortet. Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen? Wie nutzen Sie MCM und warum? Ich bin seit langem Gymnasiallehrer, am Meranier-Gymnasium in Lichtenfels beschäftigt. Auf einer Fortbildung, […]

Unsere neue Aufgabe der Woche führt uns oberfränkische Lichtenfels. Dort hat Gymnasiallehrer Jörg Hartmann die Aufgabe „Der schöpfende Dümpfelschöpfer“ erstellt und uns einige Fragen zu dieser interessanten Aufgabe beantwortet.

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen? Wie nutzen Sie MCM und warum?

Ich bin seit langem Gymnasiallehrer, am Meranier-Gymnasium in Lichtenfels beschäftigt. Auf einer Fortbildung, auf der auch Prof. Matthias Ludwig [Leiter des MathCityMap-Teams Frankfurt] sprach, habe ich erstmals von MCM gehört. Als unsere Schule dann eine Projektwoche mit dem Thema „Heimat″ startete, sah ich die Chance, in unserem Ort einen MCM-Trail zu erstellen.

Zusammen mit etwa einem halben Dutzend Neunt- bis Elftklässlern erstellten wir den Trail „Bergauf und Bergab, über Stock und Stein in Lichtenfels″, der auch die Aufgabe „Der schöpfende Dümpfelschöpfer″ beinhaltet. In der Folge bin ich den Trail schon mehrmals mit Klassen (bevorzugt natürlich in den Sommermonaten) gelaufen. Dafür reicht eine ca. 20-minütige Vorbereitung auf das Ganze und am Tag selbst eine Doppelstunde (besser drei Stunden hintereinander). Der Spaß ist immer groß, wenn „draußen vor Ort″ Mathe erlebt wird – auf eine oft ungewohnte Weise! Aber man lernt trotzdem erstaunlich dazu!

Beschreiben Sie ihre Aufgabe. Wie kann diese gelöst werden?

Eine berühmte lebensgroße Skulptur in unserer Stadt ist der sog. „Dümpfelschöpfer″, dessen Hintergrundgeschichte vielen Lichtenfelsern bekannt ist. Dargestellt wird ein Mann, der mit einem kleinen Eimer Wasser aus einem recht unregelmäßig geformten Becken schöpft. Die Aufgabe „Der schöpfende Dümpfelschöpfer″ verlangt nun, dass man berechnen soll, wie oft man mit diesem Eimer schöpfen muss, um das Becken zu leeren. So direkt gelangt man nicht zur Lösung: Man muss sich das Problem erst einmal in kleine Häppchen zerlegen. Man muss etwas über geometrische Körper wissen, etwas Volumenberechnung zum Einsatz bringen und das Umrechnen von Volumeneinheiten ist im kleinen Stil auch gefordert.

Welche didaktischen Ziele verfolgen Sie mit der Aufgabenstellung?

Ich möchte die Schüler und die vielleicht Nicht-mehr-Schüler, die den Pfad gehen, ermuntern, das, was sie vor sich sehen und dem sie eine Information entlocken wollen, mit dem in Verbindung zu bringen, das sie in der Schule gelernt haben: „Welches mathematische Objekt sieht so ähnlich aus wie der Eimer der Skulptur?″ oder „Wie war das nochmal mit Liter und Quadratmeter – wie rechnet sich das um?″

Des Weiteren möchte ich, dass die Durchführenden erkennen, wie wichtig sog. „Überschlagsrechnungen″ sind, um im Alltag schnell und unkompliziert Probleme zu lösen. Bei dieser Aufgabe können sie genau dies anwenden und dabei noch das Kopfrechnen üben.

Weitere Anmerkungen zu MCM?

Ich bin von der Idee der mathematischen Trails begeistert und meine Schüler laufen diese ebenso gerne ab. Das Erstellen eines Trails hat viel Kreativität gefordert. Auch diese gehört zur Mathematik, wie man hier exemplarisch sah. Zugeben muss ich, dass die Zeit für solcherlei Art der mathematischen Wissensvermittlung in der Schule doch oft knapp bemessen ist. Vor allem das Erstellen eines Trails ist wohl nur im Rahmen eines Projektes oder einer Projektwoche sowie im Rahmen von W- oder P-Seminaren an bayerischen Gymnasien möglich.

Die Idee war und ist sehr gut und ich hoffe, dass vor allem in unserer Nähe noch mehr Trails eingestellt werden. Ich würde gerne einmal einen „fremden″ Trail ablaufen.

MCM meets Augmented Reality

In ihrem Artikel im Journal on Mathematics Education stellen Adi Cahyono, unser MCM-Educator für Indonesien, und Matthias Ludwig, Leiter des MCM-Teams Frankfurt, die Potentiale von Augmented Reality (AR) für das Modellieren von Mathtrail-Aufgaben vor. Im Indonesischen Semarang wurde hierfür eine explorative Studie mit zwei Mathematiklehrern und 30 Achtklässlern durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten mehrere […]

In ihrem Artikel im Journal on Mathematics Education stellen Adi Cahyono, unser MCM-Educator für Indonesien, und Matthias Ludwig, Leiter des MCM-Teams Frankfurt, die Potentiale von Augmented Reality (AR) für das Modellieren von Mathtrail-Aufgaben vor.

Im Indonesischen Semarang wurde hierfür eine explorative Studie mit zwei Mathematiklehrern und 30 Achtklässlern durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten mehrere Mathtrail-Aufgaben mit Hilfe einer eigens entwickelten AR-Mathtrail-App.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine mobile App mit Augmented-Reality-Funktionen für die Lernenden ein hilfreiches Werkzeug ist, um die Lücke zwischen realen Situationen und mathematischen Konzepten bei der Problemlösung von mathematischen Modellierungsaufgaben zu überbrücken.

Der Artikel „Learning mathematical Modelling with Augmented Reality Mobile Math Trails Program: How can it work?” wurde im Journal on Mathematics Education veröffentlicht. Der vollständige Text ist online über diesen Link verfügbar. Die Titelbilder wurden aus dem Beitrag übernommen.