Liebe Lehrkräfte,
liebe Lernende,
liebe Eltern,

das Corona-Virus legt das öffentliche Leben in Deutschland weitgehend lahm, der Schulunterricht entfällt vorerst. So stellt sich die Frage: Wie können Schülerinnen und Schüler, Corona zum Trotz, Mathe üben und lernen?

Hier ist unsere Antwort: Nachfolgend finden Sie eine (unvollständige) Auflistung von öffentlichen MathCityMap-Mathtrails, bei welchen die Klassenstufe im Titel angegeben ist. Warum also nicht bei einem frühlingshaften Stadtspaziergang ein bisschen Mathe lernen? Vielleicht gibt es ja bereits einen der unten aufgeführten Mathtrails in Ihrer Nähe.

Wir wünschen viel Erfolg und Spaß mit MathCityMap!
Unterhalb der Tabelle finden Sie weitere Infos zum Einsatz unseres Systems.

  

Stadt Titel des Mathtrails Trail-ID
Allschwil 4. Klasse in Allschwil 2406
Bad Vilbel Mathe Trail GBG Klasse 7 1882
Brugg 5. Klasse Campus FHNW bis Brugg Brücke 1010
Frankfurt a. M. Mathe-Adler Klasse 3 1712
Frankfurt a. M. Westend-Mathe: Klasse 3 2506
Frankfurt a. M. Mathe-Adler Klasse 4 1718
Frankfurt a. M. Westend-Mathe: Klasse 4 2507
Frankfurt a. M. Erasmus Day Klasse 3/4 Familie 1846
Frankfurt a. M. Mathe-Adler Klasse 5 1719
Frankfurt a. M. Bockenheim Trail für Klasse 5/6 49
Frankfurt a. M. Goetheplatz Familie Kl. 5/6 981
Frankfurt a. M. Westend-Mathe: Klasse 5/6 2508
Frankfurt a. M. Erasmus Day Klasse 5/6 Familie 1847
Frankfurt a. M. Girls‘ Trail Klasse 5/6/7 633
Frankfurt a. M. Alte Oper Klasse 7/8 986
Frankfurt a. M. Erasmus Day Klasse 7/8 Familie 1848
Frankfurt a. M. Goetheplatz Familie Kl. 7/8 982
Frankfurt a. M. Westend-Mathe: Klasse 7/8 2509
Frankfurt a. M. Alte Oper Klasse 9/10 985
Frankfurt a. M. Bockenheim Trail für Klasse 9/10 36
Frankfurt a. M. Erasmus Day Klasse 9/10 Familie 1849
Frankfurt a. M. Girls‘ Trail Klasse 8/9/10 634
Frankfurt a. M. Westend-Mathe: Klasse 9/10 2510
Gemünden a. M. Stadttrail Klasse 7 632
Gemünden a. M. Stadttrail 10.Klasse 716
Hamburg Wilhelmsburg_Klasse 3/4 358
Hamburg Wilhelmsburg_Familie_3/4 359
Hamburg Wilhelmsburg_Familie_5/6 360
Hamburg Wilhelmsburg_Klasse 5-7 362
Hamburg GySue Klasse 8/9 851
Hamburg Wilhelmsburg_Klasse 8/9 361
Hannover Eltern Kl.5 Land der Ideen 2245
Hannover Klasse 8 – Land der Ideen 2242
Hannover Klasse 8 Land der Ideen Traileröffnung 2410
Hannover Klasse 9 Land der Ideen 2244
Hannover Klasse 10 Traileröffnung Land der Ideen 2411
Hannover Klasse 10 Universität 2246
Heilbronn Mathepacours Klasse 12 1558
Holzminden Kongruenz in Holzminden 1978
Kappeln Kappeln Klasse 3 und 4 275
Kappeln Kappeln Kl.5/6 276
Kappeln Kappeln_Klasse 8/9 277
Karlsruhe KA für kleine Entdecker 1919
Karlsruhe Rund um`s Schloss – Klasse 5-7 1920
Karlsruhe Durch den Schloßgarten – Klasse 7-10 1921
Leipzig Land der Ideen – Klasse 5/6 2371
Leipzig Land der Ideen – Klasse 7/8/9 2376
Leipzig Land der Ideen – ab Klasse 10 2377
München München Innenstadt Klasse 7/8 883
München München Innenstadt Klasse 9/10 882
Münster Aasee-Runde ab Klasse 7 135
Quickborn comdirect Kl.10&11 2157
Schwäbisch Gmünd Stadtgarten Kl. 3/4 (Eltern) 1519
Schwäbisch Gmünd Rems Klasse 5/6 1531
Schwäbisch Gmünd Stadtgarten 5/6 1518
Schwäbisch Gmünd Pressetrail 7 1582
Schwäbisch Gmünd Pressetrail 8 1581
Schwäbisch Gmünd Remstal Kl. 7/8 1535
Schwäbisch Gmünd Stadtgarten 7/8 1527
Schwäbisch Gmünd Remstal Kl. 9/10 1533
Schwäbisch Gmünd Stadtgarten 9/10 1532
Schwetzingen CTS-Trail WG 10 1565
Stuttgart Börse Klasse 5/6 521
Stuttgart Börse Klasse 7/8 531
Stuttgart Börse  Klasse 9/10 522
Würzburg Altstadt Famile 5/6 130
Würzburg Steinburg Klasse 7/8 999
Würzburg Steinburg Klasse 9/10 1000
Würzburg Hubland Nord Kl. 11 136

Ein öffentlicher Trail in meiner Nähe fehlt in der Tabelle. Wie kann der Trail zur obigen Tabelle hinzugefügt werden?
Sie kennen weitere Trails, welche für bestimmte Klassenstufen konzipiert wurden? Dann schreiben Sie eine kurze Mail an barlovits@math.uni-frankfurt.de. Gerne nehmen wir diese in unsere Auflistung mit auf!

Wieso können Lernende auch ohne direkte Instruktion durch die Lehrkraft mit MCM arbeiten?
Unsere App zeigt Lernenden Aufgabenort und Aufgabenstellung, gibt wertvolle Lösungshinweise und kontrolliert sogar die Lösung. Zudem wird eine, vom Autor der Aufgabe erstellte Musterlösung angezeigt. Daher können Schülerinnen und Schüler auch ohne direkte Instruktion durch die Lehrkraft Mathe lernen.

Wie können Lernende die Mathtrails ablaufen?
Dies ist ganz einfach: Zum Ablaufen eines MCM-Mathtrails muss lediglich die MathCityMap-App heruntergeladen werden (frei verfügbar für Android und Apple iOS). In der App auf „Routen hinzufügen“ klicken und anschließend den Code des Trails (siehe Spalte rechts in Tabelle) eingeben. Und schon geht´s los!

Ich möchte eigene Aufgaben und Trails erstellen. Wie geht das?
Sie wollen selbst aktiv werden und eigene Aufgaben erstellen? Super! Anregungen für interessante Aufgaben finden Sie unter unserer Rubrik Aufgabe der Woche, dem MCM-Adventskalender 2019 oder auf unserer neuen Themenseite Mathe draußen!
Wie Trails und Aufgaben erstellt werden, erklären wir in unserer Fortbildungspräsentation.

Bereits in der letzten Woche haben wir über die Eröffnung der MATHE.ENTDECKER Pfade rund um die Stuttgarter Börse berichtet. Wir freuen uns nun, dass auch in der Stuttgarter Zeitung in der Ausgabe vom 20.04.2018 über das Ereignis berichtet wurde und möchten Ihnen diesen Artikel nicht vorenthalten:

Abiturienten auf dem Mathepfad

Schule Schüler können mit einem Smartphone und entsprechender App bewaffnet in der Stadtpraktische Aufgaben lösen. Uli Meyer

Viele verschätzen sich. Konfrontiert mit der Frage, wie groß wohl ein Mensch wäre, der einen Kopf von der Größe der Skulptur des Denkers hat? Fünf Meter? Oder sechs? Nicht auf ihr Bauchgefühl oder eine vage Schätzung verlassen dürfen sich die 24 Schüler der Johann-Philipp-Palm-Schule. Sie müssen ein genaues Ergebnis errechnen. Mit Maßband und Taschenrechner rücken die Elftklässler des Schorndorfer Wirtschaftsgymnasiums an und beginnen ihre mathematischen Berechnungen. Der Mensch wäre übrigens knapp über zehn Meter groß, was die Schüler mithilfe einer App errechnen.

Interessiert beobachten Börse-Geschäftsführer Oliver Hans sowie Matthias Ludwig und Simone Jablonski von der Goethe-Universität Frankfurt das Geschehen, denn die angehenden Abiturienten sind die Ersten, die den sogenannten Mathe-Entdeckerpfad absolvieren. Rund um die Börse haben Ludwig und Jablonski mit ihren Mitarbeitern des Instituts für Didaktik der Mathematik und Informatik gleich vier solcher Pfade angelegt. Sie unterscheiden sich im Schwierigkeitsgrad, so dass auf die jeweiligen Altersstufen die angemessenen Herausforderungen warten.
Wie eben das Stahlrad und 14 weitere knifflige Aufgaben. “Die Math-Trail-Idee ist ja schon alt, wurde 1984 in Australien entwickelt. Unser neuer Ansatz dabei ist, dass wir es kombinieren mit einer App für Smartphones”, sagt Ludwig über das neue Angebot für Schulen, aber auch für den ganz privaten, individuellen Gebrauch.

Zusammen mit der Stiftung Rechnen, der die Börse Stuttgart als Gründungsmitglied angehört, hat Ludwigs Institut die Plattform MathCityMap entwickelt. Diese Internetseite wird in elf Sprachen betrieben, weil es längst ein internationales Projekt mit Partnern in mehreren Ländern geworden ist. “Weltweit haben wir 600 Trails mit rund 3000 einzelnen Aufgaben im System”, so Ludwig. Man stoße darauf “durch Kreativität und indem man mit offenen Augen durch die Welt geht”. Ein Umstand, der auch Oliver Hans wichtig ist: “Mathematik umgibt uns permanent im täglichen Leben.” Die Stiftung Rechnen möchte Menschen für Mathematik interessieren, Berührungsängste abbauen und Freude im Umgang mit Zahlen vermitteln. “Rechnen ist eine Kulturtechnik wie auch das Lesen”, sind sich Hans und Ludwig einig.

Nicht bei allen Schülern ist die totale Begeisterung ausgebrochen, als sie Stuttgarts ersten Mathe-Entdeckerpfad absolvieren. Aber für viele scheint diese praktische Anwendung mathematischer Gesetze interessanter als eine Mathe-Schulstunde. Ihr Lehrer Thomas Blum schaut seinen Schützlingen mit einem Schmunzeln im Gesicht zu, wie sie sich mit dem Stahlrad beschäftigen: “Sie müssen Prinzipien erarbeiten, wie sie zur Lösung kommen.” Der Lerneffekt sei so groß wie der Spaß.

Math City Map kann in App-Stores umsonst heruntergeladen werden.

In der ständigen Weiterentwicklung und Optimierung von MathCityMap bilden die direkten Eindrücke und Erfahrungen von SchülerInnen und Lehrkräften mit dem Projekt ein wichtiges Feedback. Entsprechend ist das MCM Team an einem lebendigen Austausch und dem praktischen Testen von Aufgaben durch diese primäre Zielgruppe sehr interessiert.

Am Mittwoch, den 08.11.2017 durfte das MCM Team Frau Nazanin Roushanaei, Lehrerin am Schulzentrum Hessen-Homburg in Hanau, mit ihrer Abschlussklasse R10a auf dem Campus Westend begrüßen. Die SchülerInnen der Klasse werden im nächsten Frühjahr an den Zentralen Abschlussprüfungen zum Mittleren Schulabschluss teilnehmen und wiederholen zurzeit im Mathematikunterricht relevante Themen, z.B. das Thema Körperberechnungen, das für die SchülerInnen in einem vielfältigen Trail zusammengestellt wurde. In diesem Zusammenhang sieht Frau Roushanaei nicht nur die Chance prüfungsrelevantes Wissen zu wiederholen: „MCM bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit Aufgaben zum Thema Körperberechnungen an realen Orten und in authentischen Situationen kennenzulernen.“

Beispielsweise wurde im Trail das Volumen bzw. Gewicht von Quadern durch Sitzbänke vor dem Hörsaalzentrum thematisiert. Neben verschiedensten geometrischen Körpern wurden auch Steigungen und Winkel berechnet. Dafür mussten die SchülerInnen die ausgewählten Objekte mithilfe ihnen bekannter Körper modellieren und erlerntes Formelwissen flexibel nutzen.

Bevor es losgehen konnte wurden notwendige Vorbereitungen getroffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einigten sich auf Gamification Elemente, also ein Tool, das es möglich macht gegeneinander anzutreten und die Leistungen zu vergleichen. Die App sowie der zugehörige Trail wurden bereits im Vorfeld von der Klasse heruntergeladen, sodass beim eigentlichen Ablaufen des Trails keine Internetverbindung benötigt wird. Damit stand dem Ausflug nichts mehr im Wege.

Nazanin Roushanaei mit der MCM App

Am Tag des Ausflugs wurde die Gruppe mit regnerischem Wetter konfrontiert, was jedoch die Stimmung nicht trüben konnte. Die SchülerInnen wurden vor Ort in Dreiergruppen eingeteilt. Diese Gruppengröße hat sich dahingehend bewährt, dass es beim Ablaufen eines Trails drei Hauptfunktionen gibt: Navigieren, Messen und Notieren. Insbesondere eine Dreiergruppe, die sich aus drei Jungen mit verschiedenen Migrationshintergründen zusammengeschlossen hat, ist Frau Roushanaei positiv aufgefallen: „Jeder Schüler aus dieser Gruppe ist bei diesem Ausflug total in seiner Rolle aufgegangen. Ein Junge hatte immer den Überblick über die Aufgaben und konnte diese direkt mit einer mathematischen Formel verknüpfen. Ein weiterer Junge hatte die Orientierung sehr gut im Blick und funktionierte als ein sehr guter Navigator. Der dritte Junge konnte die benötigten Formeln richtig umstellen. Gemeinsam konnten die drei Jungs die meisten Aufgaben lösen und dadurch auch die größte Punktzahl im Wettbewerb erzielen. Seit diesem Ausflug ist mir aufgefallen, dass diese drei Jungs viel motivierter im Mathematikunterricht mitarbeiten als es sonst der Fall war. Ich habe den Eindruck, dass die Nutzung von MCM und dieser Trail das Interesse dieser Jungs für Mathematik wecken konnte.“ Insbesondere die verwendeten Gamification Elemente haben die SchülerInnen motiviert möglichst viele Aufgaben richtig zu lösen.

Eine Dreiergruppe beim Vermessen

Auch das Feedback der SchülerInnen war durchweg positiv. Eine Schülerin mit tendenziell unterdurchschnittlichen Mathematikleistungen hielt fest: „Das war der schönste Ausflug, den ich bisher mit der Schule gemacht habe.“ Andere sagten, dass sie durch das Lösen der Aufgaben endlich einen Bezug zum Thema haben und verstehen, wozu man diese ganzen Formeln braucht. „Es hat ihnen Spaß gemacht. Sie wären gerne länger geblieben, um alle Aufgaben zu lösen“, so Frau Roushanaei.

Berechnungen an der Tischtennisplatte

Abschließend hält Frau Roushanaei fest: „MCM ist super, nicht nur für Kinder, sondern auch für Lehrkräfte. Es bietet die Möglichkeit Mathematik draußen zu erleben und dadurch verschiedene Berechnungen real zu machen. Es heißt zwar immer wieder, dass neue Schulbücher viele authentische Aufgaben haben, aber was ist denn authentischer als Kinder reale Objekte selbst messen zu lassen? Ich kann jeder Mathematiklehrkraft empfehlen MCM für den eigenen Unterricht zu nutzen und dazu einen Projekttag oder Tagesausflug für die Klasse zu machen. Ich bin davon überzeugt worden, dass Mathematik dank MCM sogar noch in der zehnten Klasse für Schülerinnen und Schüler interessant werden kann.“

Gruppenbild der teilnehmenden Klasse

Das MCM Team freut sich über das hilfreiche und positive Feedback durch die Klasse und wünscht viel Erfolg für die weitere Prüfungsvorbereitung und –teilnahme. Zumindest im Bereich geometrische Körper kann jetzt eigentlich nichts mehr schiefgehen!

Heute möchten wir Ihnen eine Aufgabe aus Speyer vorstellen, die dort von Katalin Retterath angelegt wurde. Darin geht es um den berühmten Jakobsweg, der durch die Stadt bis nach Santiago de Compostela führt.


Aufgabe: Jakobspilger (Aufgabennummer: 1614)

Miss/schätze die Schrittweite des Jakobspilgers. Wie viele Schritte müsste er machen, wenn er die ca. 2.500 Kilometern bis Santiago de Compostela wandert?


Wie kam Ihnen die Idee die Aufgabe für MathCityMap zu erstellen?

Ich bin Beraterin für Unterrichtsentwicklung in Mathematik am Pädagogischen Landesinstitut in Rheinland-Pfalz. Wir Matheberater erstellen schon seit einigen Jahren mathematische Stadtrallyes, die sowohl bei unseren Schülern, als auch in den Fortbildungsveranstaltungen gut angenommen werden. Erst haben wir mit LearningApps experimentiert, dann mit Actionbound – beide waren OK, aber nicht wirklich zufriedenstellend. Wir haben über das Projekt Matheforscher MathCityMap kennengelernt und möchten unsere Aufgaben hier nach und nach einpflegen und das Tool testen.

Welche mathematischen Kompetenzen und Inhalte sind mit der Aufgabe verbunden?

Die SchülerInnen müssen schätzen und/oder messen, mit großen Zahlen arbeiten. Die Aufgabe wird von einer Gruppe gelöst – so spielt Kommunzieren auch eine große Rolle und wenn die SchülerInnen ihre Lösungsidee einander erklären und begründen (was wünschenswert wäre), dann auch Argumentieren.

Wurde die Aufgabe bereits von SchülerInnen getestet oder haben Sie in sonstiger Form Feedback erhalten?

Die Aufgabe selber ist von SchülerInnen (vieler Altersklassen) schon getestet worden, allerdings noch mit Actionbound. Die SchülerInnen konnten die Aufgabe ohne größere (inhaltliche) Schwierigkeiten lösen – mit den Einheiten und Anzahl der Nullen lief es allerdings nicht mehr so gut.

Ich habe erst zwei-drei Aufgaben bei MathCityMap eingetragen, um die Software zu testen. Eine Erprobung des Tools wird frühestens in Frühling in Frage kommen.

 

Das MCM Team bedankt sich für das Interview und freut sich schon auf weitere Aufgaben in Speyer!

Nachdem alle Lehrerinnen und Lehrer das System kennen gelernt  und die Registrierungsprobleme gelöst waren, konnten sie sich der Hersuaforderung widmen selbst Aufgaben zu erstellen. Es wurden gute Objekte gefunden, an denen man Mathematik machen kann.

Die Probleme kann erst später als man wieder zurück war im Klassenraum. Es zeigte sich wieder,  dass das genaue Formulieren, die Erstellung von gestuften Hilfen und Musterlösungen nicht so einfach zu formulieren sind. Natürlich gab es auch technische Probleme, da nicht alle Lehrerinnen und Lehrer über entsprechende IT kenntnisse verfügten um Bilder zwischen zwei Devices auszutauschen oder diese zu bearbeiten (z.B. Drehung um 90°). Jeder Gruppe ist es aber gelungen eine Aufgabe ins System zu laden.

Es macht uns als MCM-Projektteam schon ein wenig stolz, dass unsere Idee und unser System auch in der südafrikanischen Provinz funktioniert! Die Freude war aber bei allen groß wie das Abschiedsbild zeigt. MCM sagt Danke zu RUMEP ( Rhodes University Math Education Project).

Auf Einladung von Stiftung Rechnen und EuroScience haben Iwan Gurjanow und Matthias Ludwig haben zwei Tage in Kappeln an der Schlei im nordöstlichen Schleswig-Holstein an der Ostsee verbracht um dort für ein ferienprojekt MCM-Mathtrails  anzulegen.

Die Stiftung Rechnen und EuroScience werden vom 08.07.- 12.08. die Mitmachausstellung Mathe Magie  im Bootshaus der Mittelmanns Werft  anbieten. Passend dazu wurde die Arbeitsgruppe MATIS I angefragt, ob man nicht in der Stadt an der Schlei verschiedenen MCM-Aufgaben anlegen kann.  Das war für uns natürlich  keine Frage: sehr gerne unterstützen wir hier das Vorhaben und haben Anfang Juni 27 (!) neue Aufgaben  in Kappeln angelegt.  Das Foto zeigt :

Jaenette Schuppe-Krahn (EuroScience),   Henning Mittelmann (Mittelmanns Werft),  Mathias Ludwig, Iwan Gurjanow ( bei de Goethe-Universität), Bodo Meusel (EuroScience),   Lara Zemite (Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH),  Matthias Mau (Tischlerei Mau)

 

Am Dienstag, den 23.05.2017 haben Mitglieder des MCM-Team auf Einladung der Arbeitsstelle Forschungstransfer der Universiät Münster einen Math Trail  im Norden des Aaasees angelegt und interesierte Lehrerinnen und Lehrer über die zugrundeliegende didaktischen Theorien, sowie die technischen Möglichkeiten des MCM-Projekts informiert. 28 Lehrende und auch einige Nicht-Mathematiklehrer waren der Einladung gefolgt und haben nach der Theorie gleich die App und die Aufgaben der Route Aasee-Nord ausprobiert.

Im Fokus der heutigen Aufgabe der Woche steht eine kombinatorische Fragestellung. Neben der für die Kombinatorik typischen Fragestellung nach der Anzahl von Möglichkeiten verbirgt sich hier zudem eine Anwendung der Fibonacci Zahlen, die von den SchülerInnen entdeckt werden können.


Aufgabe: Kombinatorische Treppe (Aufgabennummer: 1199)

Wie viele Möglichkeiten gibt es den Treppensatz hochzulaufen, wenn man pro Schritt entweder eine oder zwei Stufen erklimmt? Die Schrittfolgen können auch kombiniert werden.


Zur Lösung der Aufgabe gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen ist es möglich, verschiedene Kombinationsmöglichkeiten von 1er und 2er Schritten systematisch zu notieren. Dabei können die SchülerInnen dies mithilfe der Treppe direkt vor Ort ausprobieren und schlussfolgern, welche Kombinationen möglich sind. Bei einer anderen Überlegung verwendet man die Tatsache, dass der letzte Schritt entweder eine Stufe oder zwei Stufen umfasst. Lässt man diesen letzten Schritt weg, so ergibt sich für eine Treppe mit n Stufen die Anzahl der Möglichkeiten mithilfe der Möglichkeiten n-1 und n-2 Stufen hochzulaufen. Diese Überlegung führt zu den Fibonacci Zahlen, einer rekursiven Folge bei der sich eine Zahl durch Addition ihrer beiden Vorgänger ergibt.

Die Aufgabe ist demnach ein gelungenes Beispiel für „versteckte“ Mathematik in einfachen Alltagsgegenständen. Sie bietet die Möglichkeit tiefer in den Themenkomplex der Fibonacci Zahlen einzusteigen bzw. diese von den SchülerInnen entdecken zu lassen. Nichtsdestotrotz kann die Aufgabe auch durch systematisches Probieren gelöst werden, sodass sie bereits ab Klasse 6 eingesetzt werden kann. Thematisch ist sie im Bereich Kombinatorik einzuordnen.

Die heutige Aufgabe der Woche dreht sich um eine Skulptur in Form einer Hand. Sie ist in dieser Form im Dillfeld Trail in Wetzlar zu finden. Ziel der Aufgabe ist es, die Körpergröße des Menschen zu bestimmen, zu dem diese Hand passt.


Aufgabe: Die Hand (Aufgabennummer: 1092)

Wie groß müsste ein Mensch in Metern sein, der eine Hand dieser Größe hat?


Dabei sollten die SchülerInnen einen für sie gut erreichbaren Finger nachmessen. Insbesondere der Daumen bietet sich dafür an. Wie lässt sich nun von der Daumengröße auf die Körpergröße schließen? Zum Umrechnen kann der eigene Körper eine Rolle spielen, indem die Daumengröße und die Körpergröße ins Verhältnis gesetzt werden. Anschließend ergibt sich die Körpergröße des Menschen mit der abgebildeten Hand. Da die SchülerInnen im besten Fall in kleinen Gruppen unterwegs sind, ist es unter Umständen sinnvoll, das Verhältnis von Daumen und Körpergröße mehrfach zu ermitteln und den Mittelwert zu nehmen.

Die SchülerInnen verwenden also die Idee des Messens bei ihrem eigenen Körper und der Handskulptur. Insbesondere Verhältnisse und Größen spielen dabei eine Rolle. Die Aufgabe kann ab Klasse 6 mit der Erarbeitung von Verhältnissen eingesetzt werden.