15. Oktober 2018

Jörg Kleinsteuber wird erster “MCM-Educator” in Deutschland

MathCityMap zertifiziert besonders aktive Mitglieder der MCM-Community. Das umfangreichste MCM-Zertifikat ist der “MCM-Educator”. Um als “MCM-Educator” zertifiziert zu werden muss man selber Aufgaben und Trails erstellt haben, sowie eine ganze Reihe von Aufgabenreviews nach den MCM Kriterien durchgeführt haben. Zusätzlich ist der erfolgreiche Besuch einer offiziellen MCM – Fortbildung notwendig. Als MCM-Educator hat man das Recht und auch die Pflicht offizielle Fortbildungen im Namen von MathCityMap zu geben, zudem hat man Zugang zu den Materialien von MCM.

 

MathCityMap hat Jörg Kleinsteuber anlässlich der Zertifizierung zum “MCM-Educator” interviewt.

 

Hallo Jörg, könntest Du uns kurz etwas von Dir und Deiner Erfahrung mit digitalen Medien im Unterricht erzählen?

Ich bin Lehrer für Mathe, Physik und Informatik am Elisabeth-Gymnasium in Eisenach.

Gern nutze ich selbst und mit meinen Schülern verschiedene digitale Hilfsmittel in meinem Unterricht, z.B. arbeiten wir an unserer Schule mit: bettermarks.de, lo-net², phyphox, Geocaching, APP clevery (Ma und En), TI-nspire CAS, TI Innovator & Rover, padlet.com, Lego mindstorms, KAHOOT, scratch, calliope mini, learning snacks, u.a.

 

Wie bist du auf MCM aufmerksam geworden?

MathCityMap habe ich im März 2018 in einem Workshop auf der MNU-Tagung in Erfurt kennengelernt.

 

Was hat dich am System überzeugt? Was ist deiner Meinung nach das Besondere?

Mich hat die Kombination von klassischer Mathematik mit digitaler Unterstützung fasziniert. Die Mathematik muss nicht komplizierte Rechnungen und aufwändige Anwendungen bedeuten. Kleine Aufgaben mit praktischem Bezug, bei denen die Lernenden selbst AKTIV werden müssen, indem sie messen, modellieren, schätzen, in Kleingruppen diskutieren bieten reichlich Potenzial für Schülertätigkeiten.

Die Möglichkeit das Smartphone als Unterstützung zu verwenden ist für die Lernenden selbstverständlich und zugleich motivationsfördernd. Gleichzeitig verringert sich dadurch mein Aufwand bei der Betreuung, denn die APP liefert Feedback in Form von Hinweisen, Musterlösungen und bietet auch Gamification (Punkte). Eine tolle Mischung! In der Nachbereitung im Unterricht kommen sehr anregende Diskussionen zustande.

 

Was hast du als MCM Educator vor? Welche Pläne hast du bzgl. MCM?

Als MCM Educator möchte ich gern anderen Lehrern und Lehrerinnen diese Möglichkeit der “Abwechslung” für ihren Unterricht nahebringen. Auf der SINUS-Landestagung Ende Oktober 2018 in Apolda (Thüringen) können z.B. interessierte Lehrerinnen und Lehrer in einem Workshop selbst diese Möglichkeiten testen.

Bisher haben wir bereits einen Pool von ca. 30 Aufgaben rund um unsere Schule in Eisenach erstellt. Das kostet zwar etwas Arbeit, aber erstens kann nun jeder diese Aufgaben nutzen und zweitens sind bereits einige von Schülern erstellte Aufgaben dabei. Wenn Schüler selbst solche Aufgaben entwickeln, ist die Intensität der Auseinandersetzung mit den Inhalten sowie der digitalen Umsetzung noch viel höher. So haben Schüler aus Klasse 10/11 Aufgaben für den Tag der offenen Tür mit vorbereitet, die dann von den Besuchern mit viel Engagement gelöst wurden.

Auch in Eisenach gibt es bereits 2 öffentliche Trails, die von allen Interessierten genutzt werden können.

Gern begutachte ich auch neue Aufgaben anderer Benutzer. Dadurch bekomme ich selbst oft Anregungen für tolle Aufgabentypen und helfe gleichzeitig mit, dass für alle noch mehr fertige Aufgaben und Routen zur Verfügung stehen. MCM ist zwar hauptsächlich für das Fach Mathematik relevant, aber beim Reviewen habe ich schon Aufgaben aus anderen Fachbereichen gesehen – auch da ist der Kreativität der Nutzer keine Grenze gesetzt.

 

Danke für das Interview und deinen engagierten Einsatz bei MCM!

 

MCM Educator Jörg Kleinsteuber, Lehrer am Elisabeth-Gymnasium in Eisenach

Datum: 15. Oktober 2018 | Von: Moritz Baumann-Wehner | Kategorie:  | Keine Kommentare

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