11. März 2019

Aufgabe der Woche: Das Krokodil am Goldfischteich

Heute spricht MCM mit Jörg Kleinsteuber (MCM Educator) über die Aufgabe der Woche in Apolda, Deutschland.

Wenn das Holzkrokodil zum Leben erwachen und fressen würde, hätten die Goldfische „schlechte Karten“. Entscheide welche Menge an Nahrung ein ausgewachsenes 6 Meter-Exemplar im Vergleich zu einem Krokodil in der Größe des Holzkrokodils benötigen würde.

Worum geht es bei der Aufgabe?

Das sehr schön geschnitzte Holzmodell ist eine Verkleinerung (zentrische Streckung) eines Krokodils. Da die Länge eines ausgewachsenen Krokodils ein Vielfaches vom Modell ist, lies sich diese ungewöhnliche Aufgabe daraus erstellen. Schon im Buch „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift bekam der 12x größere Gulliver die Kleidung (Fläche) von 144 Liliputanern und seine Essensportion hätte für 1728 von den Winzlingen gereicht. Diese mathematische Wirkung des Streckungsfaktors auf die Fläche und das Volumen ist immer wieder verblüffend. Ich habe als Antwortformat Multiple Choice gewählt, weil es mir bei dieser Aufgabe nicht um das exakte Messen, sondern um Verständnis und Anwendung von Wissen ging.

Zu welchem Zweck wurde die Aufgabe erstellt?

Die Aufgabe hatte ich für einen Workshop mit Lehrerinnen und Lehrern zur SINUS-Landestagung https://www.schulportal-thueringen.de/sinus_thueringen in Apolda (im Hotel Am Schloss https://www.hotel-apolda.de/ ) vorbereitet.

Als wir dann zur Tagung anreisten, bekam ich einen Schreck – das Krokodil war weg … und damit die Aufgabe nicht mehr lösbar. L

Der Tagungsleiter sprach deswegen mit dem Hotelpersonal und der Hausmeister holte daraufhin das Krokodil aus dem Winterschlaf aus dem Keller (super Service; Danke!)

So konnten die Teilnehmer doch noch diese ungewöhnliche Aufgabe lösen; es war eine harte „Nuss“, die aber Spaß gemacht hat. J

Ich habe danach sogar überlegt, ob ich das Foto austausche, damit man anhand der Lage des Krokodils seine Größe ermitteln kann, auch wenn es im Winter im Keller schläft.

Was gefällt Ihnen an MathCityMap?

Mich fasziniert an MCM die Kombination von klassischer Mathematik mit digitaler Unterstützung. Die Mathematik muss nicht komplizierte Rechnungen und aufwändige Anwendungen bedeuten. Kleine Aufgaben mit praktischem Bezug, bei denen die SuS selbst AKTIV werden müssen, indem sie messen, modellieren, schätzen, in Kleingruppen diskutieren bieten reichlich Potenzial für Schülertätigkeiten.

Die Möglichkeit das Smartphone als Unterstützung zu verwenden ist für die SuS selbstverständlich und zugleich motivationsfördernd. Gleichzeitig verringert sich dadurch mein Aufwand bei der Betreuung, denn die APP liefert Feedback in Form von Hinweisen, Musterlösungen und bietet auch Gamification (Punkte). Eine tolle Mischung!

Das neue „digitalen Klassenzimmer“ ermöglicht mir, mit den SuS während der Bearbeitung von Aufgaben zu chatten (Fragen zu beantworten) und Ihre Laufwege während der Teilnahme nachvollziehen.

In der Nachbereitung im Unterricht kommen sehr anregende Diskussionen zustande.

Vielen Dank für das Interview und dein Engagement für MCM!

Datum: 11. März 2019 | Von: Moritz Baumann-Wehner | Kategorie:  | Keine Kommentare

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