4. Oktober 2021

Behind the Scenes Part II: Review-Kriterien

 

Auf das Thema des zweite Beitrags in unserer neuen Kategorie „Behind the Scenes“ wird wie im letzten Beitrag beschrieben durch den Klick auf „Review“ in der Trail- oder Aufgabenansicht im Webportal übergeleitet. Hier kann ein Nutzer die Veröffentlichung seines Trails oder seiner Aufgabe beantragen. Doch wie können wir das MCM-Team eigentlich auf die Anträge zugreifen und nach welchen Kriterien werden die Anträge angenommen oder erst einmal abgelehnt? Der Beantwortung dieser Fragen widmen wir uns im folgenden.

 

 

Alle Anträge auf Veröffentlichung laufen auf Seiten des MathCityMap-Teams im Bereich „Reviews“ im Webportal zusammen. Dieser spezielle Bereich ist nur für Review-Berechtigte sichtbar. Reviews können momentan nur von Mitgliedern der MCM-Teams an Universitäten auf der ganzen Welt durchgeführt werden. Langfristig ist allerdings ein Review-Seminar geplant, in welchem man die Berechtigung, Reviews von Trails und Aufgaben durchzuführen, erlangen kann.
Mit einem Klick auf „Reviews“ gelangen wir nun auf eine Übersicht, in der alle Trails und Aufgaben aufgelistet sind, deren Review Prozess noch nicht abgeschlossen wurde. Dies ist entweder der Fall, wenn die Review noch nicht begonnen wurde oder wenn es noch Unklarheiten bei den Aufgaben oder Trails gibt, die von den Erstellenden Nutzern überarbeitet werden. Im Bild unten sieht man dieser Übersicht für Trails. Angezeigt wird der Titel des Trails, in welcher Sprache der Trail angelegt wurde und wann der Trail oder die Aufgabe zum ersten Mal eingereicht wurde.

 

 

Nach der Auswahl eines Trails gelangen wir zu seiner Übersicht in der wir alle Aufgaben einzeln begutachten. Bei der Begutachtung der Aufgaben legen wir auf verschiedenste Kriterien besonderen wert:

  1. Eindeutigkeit. Für jede Aufgabe muss ein Bild genutzt werden, mit dem man die Situation, bzw. das Objekt, um das es in der Aufgabe geht, genau identifizieren kann.
  2. Präsenz. Die Aufgabe kann nur vor Ort gelöst werden, d.h. die Aufgabendaten müssen vor Ort erhoben werden. Das bedeutet auch, dass das Bild oder der Aufgabentext nicht ausreichen dürfen, um die Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten.
  3. Aktivität. Zur Lösung der Aufgabe ist eine Aktivität von Nöten, man muss also selbst etwas tun (z. B. Schätzen, Messen oder Zählen).
  4. Realität. Die Aufgabe sollte einen Anwendungsbezug haben, realistisch sein und nicht zu konstruiert erscheinen.
  5. Gestufte Hilfen. Jeder Aufgabe sollten mindestens zwei gestufte Hinweise hinzugefügt werden.
  6. Schulmathematik und Tags. Die Aufgabe sollte eine Beziehung zur Schulmathematik aufweisen, welche der Aufgabe als Schlagworte (Tags) zugeordnet werden. Ebenso sollten die Aufgabe einer Klassenstufe zugewiesen werden.
  7. Antwortformate. Jeder Aufgabe sollte ein sinnvolles Antwortformat zu Grunde liegen, beispielsweise Intervalle für Messaufgaben.
  8. Musterlösung. Jeder Aufgabe soll eine Musterlösung hinzugefügt werden (für Lernende erst nach Bearbeitung der Aufgabe sichtbar), um den Vergleich des eigenen mit dem erwarteten Lösungsweg zu ermöglichen.

Erfüllen alle Aufgaben die genannten Kriterien  kommt für die Veröffentlichung des Trails noch ein letztes Kriterium neben den bereits genannten zum tragen. Dieses ist vor allem relevant, wenn der Trail explizit für Schulklassen konzipiert ist.

9. Praktikabilität. Die Aufgaben des Trails sollten in einem für die vorgesehene Zeit der Durchführung angebrachten räumlichen Radius sein. Weiterhin ist es sinnvoll, wenn die Aufgaben so angeordnet sind, dass sie einen Rundweg bilden, bei dem Start und Ziel möglichst nah beieinander liegen.

Was allerdings genau von der Beantragung bis zur Veröffentlichung passiert und wie dies im Portal auf Seiten des MCM-Teams aussieht möchten wir Ihnen im nächsten Beitrag unserer Kategorie „Behind the Scenes“ an einer Beispielaufgabe zeigen.

Datum: 4. Oktober 2021 | Von: TutorPhilipp | Kategorie:  | Keine Kommentare

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