23. Oktober 2020

Aufgabe der Woche: Kompass

Helen Irthum aus Luxemburg gibt uns im Folgenden ein Interview zu ihrer Aufgabe „Kompass“. Die Lehramtsstudierende erstellte unsere neue Aufgabe der Woche im Rahmen eines Universitätsseminars.

 

Wie sind Sie auf das MathCityMap-Projekt gestoßen? Wie nutzen Sie MCM und warum?

Ich studiere Grundschullehramt an der Universität Luxemburg. Durch die Covid-19 Krise haben sich die Kurse an der Universität stark verändert und es war teilweise unmöglich eine Klausur zu schreiben. In unserem Kurs „Didaktik der Mathematik“ haben meine Professoren sich dazu entschieden, dass wir in kleinen Gruppen einen Mathematik Trail mit Hilfe von MathCityMap für eine beliebige Grundschule in Luxemburg erstellen sollen. Auf diese Weise wurden wir Studierenden auf das Projekt aufmerksam. Gemeinsam mit einer Partnerin habe ich einen Trail für die Grundschule in Roodt-sur-Syre erstellt, der insgesamt aus 11 Aufgaben besteht und unter anderem die Aufgabe „Kompass“ enthält. Hier geht’s zum Trail „Math Trail neben der Schule „Am Stengert“ in Roodt-sur-Syre.

Beschreiben Sie Ihre Aufgabe. Wie kann diese gelöst werden?

Es geht in unserer Aufgabe „Kompass“ darum, dass sich der Schüler in die Mitte eines großen Kompasses, der sich im Schulhof auf dem Boden befindet, stellt, so dass er nach Norden gerichtet ist. Man muss sich nun zuerst 5 Schritte in Richtung Norden weiter bewegen, nachher 7 Schritte in Richtung Osten, 3 Schritte in Richtung Süden, 4 Schritte in Richtung Osten und zum Schluss noch 1 Schritt in Richtung Norden. Die Schüler sollen nun ermitteln, was sich nach dem Befolgen dieser Schrittkombination genau vor ihnen befindet. Mit Hilfe des Kompasses können die Schüler ermitteln, wo sich welche Himmelsrichtung befindet und auf diese Weise die Schrittkombination korrekt ausüben.

Welche didaktischen Ziele verfolgen Sie mit der Aufgabenstellung?

Wir haben vor allem das Kennenlernen der Himmelsrichtungen als didaktisches Ziel verfolgt. Die Schüler sollen versuchen sich selbst mit Hilfe des Kompasses auf dem Boden weiterhelfen zu wissen. Uns war es sehr wichtig, dass die Schüler auf diese Weise die Himmelsrichtungen in der Realität kennenlernen und dies am eigenen Körper erleben können. 

Haben Sie weitere Anmerkungen zu MCM?

Wir sind überaus begeistert von dem Projekt MathCityMap, da wir es als angehende Lehrkräfte als sehr wichtig empfinden, den Schülern die Mathematik in ihrer Umgebung zu zeigen, sodass sie diese Erfahrungen am eigenen Körper erleben dürfen. Wir sind der Meinung, dass diese Trails die Schüler häufig noch mehr für die Mathematik begeistern können, da diese so merken, dass sich Mathematik nicht nur in ihrem Klassenraum befindet, sondern in ihrem alltäglichen Leben und in ihrer Umgebung.

Datum: 23. Oktober 2020 | Von: Simon Barlovits | Kategorie:  | Keine Kommentare

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